Montag, 27. Mai 2002

Mosley fordert Entschuldigung Ferraris bei Schüssel

  • Schumacher nahm Siegerpokal vom Kanzler nicht an
  • Ferrari-Sportdirektor Todt: "Wissen, was wir sagen werden"

FIA-Präsident Max Mosley hat Ferrari aufgefordert, sich bei Bundeskanzler Wolfgang Schüssel für die Vorfälle bei der Siegerehrung zum Großen Preis von Österreich in Spielberg vor zwei Wochen zu entschuldigen. Dies berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Montag. Mosley selbst hat dies schon getan.

Schumachers Verhalten bei der Siegerehrung nach dem umstrittenen Grand Prix in Österreich ist einer der "Anklagepunkte" bei der Anhörung vor dem Weltrat des Internationalen Automobilverbandes (FIA) am 26. Juni. "Die Dirigenten von Maranello müssen sich bei dem österreichischen Bundeskanzler noch vor dem 26. Juni entschuldigen", mahnte Mosley, der sich seinerseits im Namen des Weltverbandes schon bei Schüssel für den Vorfall von damals entschuldigt hatte.

Wolfgang Schüssel hatte in Spielberg den Siegerpokal überreicht. Michael Schumacher, der dank Ferrari-Stallorder zwar gewonnen hatte, bei der Ehrung aber den wahren Sieger, Rubens Barrichello, auf das oberste Podest schubste, bestand darauf, dass der Brasilianer den Pokal erhielt. Auf Mosleys Aufforderung reagierte Ferrari-Sportdirektor Jean Todt. Der Rennstall hätte von Mosley noch keine offizielle Aufforderung bekommen, sich bei Schüssel zu entschuldigen. "Wir wissen aber schon, was wir sagen werden", erklärte Todt.

27.5.2002 12:01
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