Handball-Herren in WM-Quali gegen Spanien
- Playoff-Hinspiel steigt am Freitag in Dornbirn
- Österreich ist klarer Außenseiter

Am Tag der Eröffnung der Fußball-WM in Südkorea und Japan bestreitet das österreichische Handball-Team der Männer sein wichtigstes Spiel des Jahres. Die ÖHB-Auswahl empfängt am Freitag in der Messehalle Dornbirn (21:00) im Playoff-Hinspiel der WM-Qualifikation den Olympia-Dritten Spanien, eine der besten Handball-Nationen der Welt. "Wir werden kämpfen bis zum Umfallen", verspricht Teamchef Rainer Osmann.
Österreich gilt gegen den EM- und WM-Fünften als klarer Außenseiter, die Mannschaft will sich vor den bis zu 4.500 Zuschauern aber gut verkaufen. Osmann sieht das Erreichen der zweiten Qualifikationsphase (das Rückspiel folgt am 8. Juni auf Ibiza) schon als Erfolg. Man müsse realistisch bleiben. "Spanien ist ein Spitzenteam in Europa, Österreich ist zweite Kategorie", so Osmann.
Die Ausfälle von Topscorer Viktor Szilagyi und Kreisspieler Matthias Günther bedeuten zweifellos eine Schwächung, neben Stützen wie Galic, Fölser und Szlezak sind doch mehrere international noch unroutinierte ÖHB-Spieler im Einsatz. Der Deutsche Osmann hat in bisher zehn Monaten als ÖHB-Teamchef 25 Spieler getestet und er möchte damit auch ein Signal an junge Spieler senden. Es gebe eine Perspektive für die Jungen, auch wenn sie bei ihren Klubs wenig zum Einsatz kommen. Spanien stellt hingegen eine aus den Topspielern der besten Liga Europas gebildete Auswahl, deren Stars Duschebajew und Rekordschütze Masip (603 Tore in 186 Spielen) sind.
Die Österreicher wollen trotz Außenseiterrolle einen "leidenschaftlichen Kampf" (Osmann) bieten, die erste WM-Qualifikation und der erste Erfolg über Spanien seit jeweils zehn Jahren liegen für die ÖHB-Equipe aber außer Reichweite. Osmann wollte sich am Donnerstag nicht auf ein "Wunschresultat" festlegen. "Ich will die bestmögliche Leistung sehen, egal ob wir nun mit minus zwei oder minus sechs Toren verlieren."
Österreich gegen Spanien ist eine von acht Playoff-Partien in Europa. Die jeweiligen Sieger sind im Jänner bei der WM 2003, für die Titelverteidiger Frankreich, Gastgeber Portugal sowie Schweden, Deutschland und Dänemark (die ersten drei der EM) Fixplätze haben.
