FIFA-Generalsekretär Zen-Ruffinen vor Rücktritt
- Blatter kündigt "Schonfrist" von 30 Tagen an
FIFA-Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen wird seinen Posten nach der Wiederwahl von Blatter aller Voraussicht nach schon bald freiwillig räumen. "Ich gehe davon aus, dass das Exekutivkomitee bei der WM entscheiden wird, mich zu entlassen. Ich werde wohl aber auch freiwillig gehen, weil ich weiß, dass es nicht nochmals vier Jahre so weiter gehen kann", sagte Zen-Ruffinen, der den Wahlausgang nicht als persönliche Niederlage empfand.
"Es ist vielmehr eine Niederlage für die Zentralverwaltung der FIFA mit den vielen Mitarbeitern, die hinter mir stehen", meinte der Schweizer. Den Verbänden liege offensichtlich nichts an einer richtig funktionierenden FIFA-Verwaltung.
Blatter konkretisierte unterdessen die Dauer der "Schonfrist" für Zen-Ruffinen. "In den nächsten 30 Tagen soll eine Art Burgfrieden herrschen. Erst danach machen wir uns an die Aufräumarbeiten", sagte der 66-jährige Schweizer in einem Interview mit SI Zürich. Erst solle nun der Ball rollen und der ganzen Welt zeigen, was Fußball bewirken könne. "Während den Spielen werde ich meinen Kopf machen für die Zukunft der FIFA", kündigte Blatter an.
