Samstag, 1. Juni 2002

Neue Krawalle in Belfast: Mindestens 3 Verletzte

  • Jugendbanden liefern sich Straßenschlachten

In der nordirischen Stadt Belfast haben sich katholische und protestantische Randalierer am Sonntagabend erneut Straßenschlachten geliefert. Zwei 15-Jährige und ein 39 Jahre alter Mann erlitten bei einer Schießerei in einem protestantischen Stadtteil laut Polizei leichte Schussverletzungen.

Zwei Häuser von Protestanten wurden mit Molotow-Cocktails in Brand gesetzt, ihre Bewohner wurden evakuiert.

Nach Angaben der Polizei begannen die neuen Unruhen, als eine katholische Siedlung im überwiegend protestantischen Osten von Belfast mit Steinen und anderen Wurfgeschossen attackiert wurden.

Bereits in den Nächten zuvor hatten sich Jugendbanden heftige Auseinandersetzungen geliefert. Dabei wurden zehn Polizisten verletzt. In der Nacht zum Sonntag waren rund hundert Randalierer mit Benzinbomben, Flaschen und Steinen aufeinander losgegangen. Zudem wurden Häuser protestantischer Familien im Osten von Belfast angegriffen. Zwei Randalierer wurden festgenommen.

In Belfast kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden Konfliktparteien. Die katholischen Republikaner fordern die Vereinigung mit der Republik Irland, während die protestantischen Unionisten für den Verbleib bei Großbritannien sind.

1.6.2002 08:27