Nach Überschwemmungen zahlreiche Tote
- Haiti, Jamaika und Mittelamerika von Unwettern heimgesucht
Überschwemmungen nach heftigen Regenfälle haben in der Karibik mindestens 27 Menschenleben gefordert. Wie der Sender "Radio Metropole" am Montag in Port-au-Pricne meldete, ertranken im Südwesten Haitis mindestens 20 Menschen. Mehrere hundert Stück Vieh seien von den Fluten mitgerissen worden. Besonders betroffen sei der Küstenstreifen zwischen Petit Trou de Nippes und Anse a Veau am Golf von Gonave.
Auf der Nachbarinsel Jamaika fielen den Fluten mindestens sieben Menschen zum Opfer. Verschiedene Straßen im Osten und Süden der Insel seien von Erdrutschen blockiert worden, meldete die karibische Nachrichtenagentur CMC. Die Regenfälle dauerten schon eine Woche. Primierminister P.J. Patterson habe erste Notstandsmaßnahmen angeordnet.
Auch aus Mittelamerika wurden Überschwemmungen gemeldet. Wie die Behörden in Nicaragua mitteilten, mussten mehrere hundert Menschen in verschiedenen Städten im Westen des Landes vor den Fluten in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Straßen seien von Erdrutschen unterbrochen worden und verschiedenen Flüsse, darunter der Rio Coco, der Grenzfluss zu Honduras, über ihre Ufer getreten.
In den nördlichen Tropen beginnt jetzt die sommerliche Regenzeit. Vor der mittelamerikanischen Pazifikküste hat sich der erste Tropensturm dieses Jahres gebildet, der nach einer alphabetischen Liste den Namen "Alma" erhielt. "Alma" tobte allerdings weit von der Küste entfernt und bewegte sich in den Ozean hinaus. Das Zentrum des Sturms lag nach Angaben des mexikanischen Wetterdienstes am Vormittag (Ortszeit) rund 835 Kilometer süd-südwestlich des mexikanischen Pazifikbadeortes Zihuatanejo.
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