FORMAT: Breite Mehrheit hält Leikam-Rücktritt
- Für 33 Prozent war 2-Promille Fahrt Kavaliersdelikt
- PLUS: Polit-Reaktionen (Kasten) zum Leikam-Rücktritt
·Leikam-Erbe
Gusenbauer wollte Steffi Graf
·Verbal-Attacke
Leikam schimpfte SPÖ-Chef!
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Polit-Reaktionen zu Leikams Rücktritt
Die breite Mehrheit der Österreicher hat für die zwei Promille-Fahrt des SP-Politikers Anton Leikam kein Verständnis. Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT berichtet, sind laut einer OGM-Umfrage 59 Prozent der Bevölkerung der Meinung, dass es gerechtfertigt war, dass der SP-Abgeordnete sein Mandat unter dem Druck seiner eigenen Partei zurücklegen musste.
Immerhin 33 Prozent der Befragten halten den Rücktritt Leikams aber für überzogen. Generell glauben nur 32 Prozent der Österreicher, dass Politiker aufgrund ihrer gesellschaftlichen Verpflichtungen oft gar nicht anders können, als regelmäßig Alkohol zu konsumieren. 68 Prozent sind gegenteiliger Meinung.
Zehn Tage ließ sich Leikam Zeit. Dann legte er sein Mandat zurück und schimpfte kräftig auf den SP-Chef. In der Zwischenzeit wird seine Nachfolge geregelt: Seinen Job im Innenausschuss übernimmt Anton Gaal. Als Nachfolgerin für das Nationalratsmandat wünscht sich Gusenbauer die Sportlerin Steffi Graf! Die sagte aber: Danke, Nein.
Nachfolger im Innenausschuss
Der Wiener SPÖ-Abgeordnete Anton Gaal (62) gehört dem Nationalrat seit 1990 an. In den 60er Jahren absolvierte er die Polizeischule und war in der Wiener Sicherheitswache tätig, später Referent im Innenministerium. Gaal ist Wehrsprecher der SPÖ.
Der Waldviertler Abgeordnete Rudolf Parnigoni bleibt Sicherheitssprecher der SPÖ. "Wir haben bis jetzt eine ausgezeichnete Arbeitsteilung gehabt, Toni als Vorsitzender, ich als politischer Akteur. Ich werde dem Klub vorschlagen, dass wir diese Teilung beibehalten. Ich plädiere dafür, dass es so bleibt, weil das den Handlungsspielraum des Sicherheitssprechers einschränkt".
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