"profil": Rechtsextreme Strömung im ÖVP-nahen MKV
- Fälle von NS-Wiederbetätigung

Der ÖVP-nahe Mittelschul-Kartellverband (MKV) kommt in den Geruch nationalsozialistischer Wiederbetätigung. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet, warnt Helmut Wagner, Ex-Vorsitzende des MKV, in einem vertraulichen Abschlussbericht vor rechtsextremen und fundamentalistischen Strömungen in der ÖVP-nahen Organisation.
Wagner erwähnt zwei Fälle von NS-Wiederbetätigung, außerdem pflege eine "beachtliche Zahl" von Wiener MKV-Verbindungen regelmäßige Kontakte mit schlagenden Burschenschaften, so der Ex-Vorsitzende in dem Brief an die höchsten Delegierten der katholisch-farbentragenden Studentenschaft.
Das Schreiben war wenige Tage vor dem Linzer "Pennälertag" am vorvergangenen Pfingstwochenende an alle Obmänner der 163 MKV-Vereine in Österreich ergangen. Gegenüber "profil" bekräftigte Wagner seine Vorwürfe: Allerdings würden sich die rechtsextremen Tendenzen und Kontakte auf einige Wiener Verbindungen beschränken, sagte der MKVer und kritisierte in diesem Zusammenhang auch den Chef des Wiener MKV, Gottfried Fanninger.
Der neu gewählte Bundesvorsitzende Christian Wodon bestätigte, dass zur Zeit verbandsinterne Untersuchungen laufen. Zugleich spricht Wodon aber von "Verdrehungen und falschen Darstellungen" seines Vorgängers.
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