"Weiheämter für Frauen" bestätigt Bischofsweihe
- Unbekannter weiht Ex-Pater zu Bischof
- Allen Beteiligten droht der Kirchenausschluss

Die "Initiative Weiheämter für Frauen in der römisch-katholischen Kirche" hat bestätigt, dass im Vormonat eine - unerlaubte - Bischofsweihe stattgefunden hat. Die Vorbereitungen zur Priesterinnenweihe am 29. Juni laufen plangemäß, heißt es weiter. Wie NEWS berichtet, hat ein bislang unbekannter Bischof einen ehemaligen Benediktiner-Pater seinerseits zum Bischof geweiht.
"Auch bei dem Reformpunkt 'Wahl des Bischofs durch das Volk' kommen wir gut voran", so die Initiative. "Es gelang uns, mehrere Bischöfe weltweit zu finden, die mit uns zusammen auch hier im alten Europa geeignete Priester zu modernen, zeitgemäßen Bischöfen weihen wollen."
"Eine besonders große Freude ist es für uns - und da es so eine persönliche lang ersehnte Freude ist, wollten wir sie nicht laut hinausposaunen, aber wir merkten, dass die Menschen draußen darauf warten - dass im letzten Monat von römisch-katholischer Bischofsseite einem österreichischen Priester die Hände aufgelegt wurden", berichtet die Frauen-Initiative.
Katholische Würdenträger hätten den neugeweihten Bischof "bereits konsultiert, man hat sich gegenseitige Freundschaft und Achtung versichert", heißt es.
Ziel der Initiative ist die Umsetzung der Forderungen des Kirchenvolks-Begehrens. Die Priesterinnen-Weihe soll am 29. Juni stattfinden. Der Ort wird geheim gehalten. Die offizielle katholische Kirche hat sowohl die Bischofsweihe als auch die Weihe von Priesterinnen als unerlaubt abgelehnt. Zur Prüfung der Gültigkeit der Bischofsweihe hat die Diözese Linz den Fall bereits an Rom weitergeleitet.
Bischofsweihe in Hauskapelle
Zu der unerlaubten Bischofsweihe dürfte es bereits am 9. Mai 2002 in Oberösterreich gekommen sein. Der Katholische Nachrichtendienst berichtet auf seiner Website davon, dass in einer Hauskapelle im Bezirk Gmunden ein bislang noch unbekannter, spanisch sprechender Bischof einen früheren Benediktinerpater aus Kremsmünster (Bezirk Kirchdorf) zum Bischof geweiht habe. Der Generalvikar der Diözese Linz, Josef Ahammer, bestätigte diese Berichte. Man habe den Fall nun dem Staatsekretariat in Rom übergeben. Dort werde geklärt, ob die Weihe gültig sei. Allen Beteiligten droht der Kirchenausschluss. Die Diözese spricht bereits von einem Akt der Kirchenspaltung (Schisma).
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