Die Stunde des Bürokraten
- Der Politaufstieg des blassen Beamten Alfred Finz
Auf Alfred Finz wartet eine große Aufgabe. Das ist keine Prophezeiung eines Kenners der ÖVP Wien, das ist das Ergebnis einer Umfrage: Das Meinungsforschungsinstitut OGM hat 501 Wiener über 18 befragt, was sie vom Finanzstaatssekretär halten, der nach dem Willen einer ÖVP-eigenen Kandidatenfindungskommission der Nachfolger Bernhard Görgs als Wiener VP-Obmann werden soll. Das Ergebnis für den Mann, den die Funktionäre angeblich lieben, weil er gern mit ihnen ein Glaserl Wein trinkt: ernüchternd.
"Zwei Drittel der Wähler kennen ihn nicht oder kaum. Das ist ein immenser Startnachteil gegenüber Bürgermeister Häupl", meint OGM- Forscher Peter Hajek. 36 Pro- zent der Befragten gaben in der Umfrage an, den 58jährigen Finz "nicht zu kennen oder nicht beurteilen zu können" Tröstlicher Nachsatz: "Finz hat aber sicher Potential."
Die Ausgangslage ist denkbar schlecht: Bei der OGM-Sonntagsfrage verteidigt die SPÖ mit 51 Prozent souverän ihre absolute Mehrheit, die ÖVP dümpelt dagegen bei schwachen 16 Prozent dahin, zunehmend bedroht von den Grünen, dischon bei 14 Prozent rangieren.
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