Strasser schließt Koalition mit SP aus
- Aber auch Kritik an Koalitionspartner FPÖ
Innenminister Ernst Strasser schließt eine Koalition mit der SPÖ nach den nächsten Wahlen derzeit aus. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin FORMAT meint der ÖVP-Politiker: "So wie sich die SPÖ jetzt aufstellt - verstrickt in Führungsfragen, ohne politisches Konzept, heute das Nulldefizit in der Verfassung, morgen defizit spending - ist mit ihr im derzeitigen Zustand kein Staat zu machen."
Strasser kritisiert vor allem die mangelnde Führungsqualitäten von SP-Chef Alfred Gusenbauer und Klubchef Josef Cap: "Die derzeitige Parlaments- und Parteiführung ist nicht in der Lage, das, was sie für richtig findet, auch in der eigenen Partei durchzusetzen." Im Gegensatz dazu wäre der Wiener Bürgermeister Michael Häupl ein "Mann mit Handschlagqualität".
Kritik übt Strasser aber auch am Koalitionspartner FPÖ: Für den Innenminister hat die Bestellung des FP-Abgeordneten Reinhart Gaugg zum Vizedirektor der Pensionsversicherungsanstalt für Arbeiter und Angestellten einen "schalen Geschmack", da "tatsächlich der Eindruck entstehen kann, dass hier nicht nur Qualifizierungsgründe eine Rolle spielen, wenn der Noch-Abgeordnete Gaugg sein Mandat behalten will".
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