Kanzlermacher: Die Pläne von Klestil, Pröll und Häupl
- NEWS: Keiner der drei will Schüssels Wenderegierung

Männerfreundschaft zwischen Klestil, Pröll und Häupl! Alle drei sind freundschaftlich per Du - versucht, wenn es irgend möglich wird, die Neuauflage von Schwarz-Blau nach der Nationalratswahl 2003 zu verhindern. Motivlage: keiner der drei hat mit Schüssels Wenderegierung rechte Freude.
Klestil wollte sie nie, Häupl leidet in Wien unter ihren Maßnahmen, Pröll findet die FPÖ, die ihn wütend attackiert, immer unangenehmer. Die deklarierte Absicht Klestils, 2003 Schüssel nicht mehr als Kanzler angeloben zu müssen, lässt sich nur dann leicht verwirklichen, wenn Schwarz-Blau seine Nationalratsmehrheit verliert.
Dann hieße die nächste Regierung entweder Rot-Schwarz oder Rot-Grün - beides ohne Schüssel. Kompliziert wird's indes, wenn Schwarz-Blau knapp, aber doch eine Mehrheit hält. Dann müssten Häupl & Pröll ran. Der angedachte Stufenplan: Pröll sorgt in der ÖVP dafür, dass mit einer fortgesetzten FPÖ-Zusammenarbeit Schluss ist. Der Umsetzer dafür wäre Ernst Strasser, der dann als Innenminister auch zum - stark aufgewerteten - Vizekanzler avancierte.
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