Brandanschlag auf Schule in Bad Ischl
- Schüler zündete Spiritus an

Ein 17-jähriger Schüler hat einen Brandanschlag auf seine Schule in Bad Ischl (Bez. Gmunden) in Oberösterreich versucht. Der Schüler verschüttete Spiritus in der Garderobe und zündete die Flüssigkeit an. Eine Putzfrau sah den Täter weglaufen. Zum Zeitpunkt des Anschlags befanden sich mehr als 500 Personen in der Schule. Der Vorfall wird von der Gendarmerie bestätigt.
Der Brandanschlag auf die Höhere Bundeslehranstalt in Bad Ischl wurde bereits am Montag verübt. Nach Auskunft der Gendarmerie ging das Feuer zum Glück von selbst aus. Die rund 500 Schüler und etwa 70 Lehrer mussten nicht evakuiert werden. Auf Grund der Angaben der Zeugin wurde der Schüler bald ausgeforscht.
Der Schüler hatte in der vergangenen Woche seine Mutter gebeten, dass sie ihm Brennspiritus besorgt, er brauche ihn für die Schule. Montag früh hatte der Schüler eine Freistunde, da schlich er gegen 9.00 Uhr mit den zwei Liter-Kanistern in das Schulgebäude, verschüttete in der Hauptgarderobe im Untergeschoß die Flüssigkeit auf einer Länge von acht Metern, zündete sie an und flüchtete.
Als Motiv wird vermutet, der verdächtige Schüler habe sich dafür rächen wollen, dass er heuer voraussichtlich sitzen bleiben wird. Er steht in mehreren Fächern auf "Nicht genügend". Die Schuld für seine schlechten Noten habe er jedoch nicht bei sich gesucht, sondern habe seiner Schule die Schuld dafür gegeben. Außerdem hatte er Probleme mit seinen Mitschülern und seinen Eltern.
Nach seiner Ausforschung leugnete er zunächst und belastete andere, dann gestand er aber. Der 17-Jährige wurde in das Gefängnis in Wels eingeliefert.
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