Tinas Mutter im NEWS-Exklusiv-Interview
- „Man kann mit seinen Kindern gar nicht genug reden..“
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Keine Seltenheit: Depressive Kinder
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2000: 8 Suizide bei unter 15-Jährigen
Der „Freitod“ des nach außen hin so lebenslustigen Mädchens macht auch die Öffentlichkeit ohnmächtig und ratlos. Denn was ist das für eine Welt, in der selbst die Eltern nicht bemerkt haben wollen, wie sich ihr Kind immer stärker mit dem Tod verabredet? Und sagen, dass „nichts, gar nichts darauf hingedeutet hat, dass so etwas passiert. Es gab keine Anzeichen.“ Tinas Mutter „Jackie“ B. spricht in NEWS erstmals über den Tod ihrer Tochter.
NEWS: Ein Kind schreibt einen Abschiedsbrief, sagt „Tschüss, Mama“ und kommt nicht mehr nach Hause, weil es sich ins Herz schießt. Wie kann man mit diesem für alle Eltern wohl schlimmsten vorstellbaren Schicksal als Mutter weiterleben?
Jackie B.: Wie soll es einer Mutter nach einer
solchen Tragödie schon gehen? Ich kann all das, was passiert ist, einfach nicht verstehen. Auch wenn ich den ganzen Tag und die ganze schlaflose Nacht darüber nach-
denke. Ich frage mich nach dem Warum, aber ich finde keine Antwort. Ich gehe Tinas ganzes so kurzes Leben durch, jede Station, jede Geschichte, jeden Streit, um irgendeinen Anhaltspunkt zu finden. Aber ich finde keinen. Und diese Ungewissheit, nicht zu verstehen, was in seinem eigenen Kind vorgegangen sein mag, macht mich total fertig.
NEWS: Jedem Suizid eines Kindes, so heißt es, gehen eindeutige Anzeichen oder Botschaften voraus.
Jackie B.: Das ist ja das Furchtbare. Tina war ein so selbständiges Mädchen, offen, immer fröhlich und happy. Es hat bei ihr nicht einmal Situationen gegeben, wo sie
sich in ihrem Zimmer eingesperrt hätte. Sie hatte auch keine Geheimnisse vor mir. Und sie war nie depressiv. Am Tag, an dem sie uns verlassen hat, waren wir noch gemeinsam einkaufen, sie hat ein Eis geschleckt. Wir hatten Spaß, wir haben viel gelacht. Tina hat ihre Hausaufgaben gemacht und danach für die Englisch-Schularbeit gelernt. Vor dem Fernsehen ist sie plötzlich aufgestanden und hat gesagt, dass sie jetzt in den Wald baumkraxeln gehen will. Es hat keinen Grund gegeben, sie zu begleiten. Es konnte doch keiner ahnen, dass sie nicht mehr zurückkommt.
NEWS: Die Ermittler gehen davon aus, dass Tina die Waffe bereits einige Zeit vor der Tat aus dem Versteck geholt und auch die Munition an sich genommen hat. Hatte Ihre Tochter Erfahrung im Umgang mit Waffen?
Jackie B.: Überhaupt nicht. Vielleicht hat sie einmal mit einem Leuchtschwert gespielt, aber für Cowboy-Spiele oder so etwas hat sie sich nie interessiert. Sie hatte noch nie eine Pistole in der Hand, auch nicht eine Spielzeugwaffe.
Das ausführliche Interview mit Tinas Mutter lesen Sie im neuen NEWS.
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