Dienstag, 28. Mai 2002

Falscher Polizist "blitzt" in Linz Autofahrer und kassiert

  • "Geldstrafe" von 30 Euro

Auf eine ausgefallene, aber offensichtlich erfolgreiche Betrugsmasche ist ein Linzer gekommen, nach dem jetzt gefahndet wird: Der Mann "blitzt" als falscher Polizist Autofahrer und kassiert anschließend auf der Stelle eine "Geldstrafe" von 30 Euro.

Ein konkreter Fall wurde inzwischen bei der Polizei angezeigt. Eine 40-jährige Linzerin war in den Morgenstunden mit ihrem Pkw im Stadtgebiet unterwegs, als sie plötzlich ein "Blitzen" bemerkt. Dieses kam von einem dunkelblauen BMW, der am Straßenrand abgestellt war. Die Frau hielt an und ging zu dem BMW, neben dem ein etwa 50 Jahre alter Mann stand. Dieser erklärte, die Lenkerin sei zu schnell gefahren und vom Radar erfasst worden. Sie könne die Geldstrafe von 30 Euro sofort bezahlen.

Die Frau tat dies und bekam von dem "Polizisten" einen rosa Zettel als "Bestätigung". Später schöpfte die Pkw-Lenkerin allerdings Verdacht und erkundigte sich bei der Polizei. Dort musste sie erfahren, dass sie offensichtlich nicht in eine Radarfalle, sondern in die "Falle" eines Betrügers getappt war. Die Fahndung nach dem falschen Polizisten blieb vorerst erfolglos.

28.5.2002 10:38