Außenministerin Ferrero-Waldner in Belgrad
- Treffen mit Kostunica, Djindjic und Pesic
- Im Anschluss Besuch in Bosnien-Herzegowina

Außenministerin Benita Ferrero-Waldner ist am Dienstag zu einem eintägigen Aufenthalt in der jugoslawischen Hauptstadt Belgrad eingetroffen. Dem Besuch liegt eine Einladung ihres jugoslawischen Amtskollegen Goran Svilanovic zu Grunde. Geplant sind Gespräche mit dem jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica, dem föderalen Ministerpräsidenten Dragisa Pesic sowie dem serbischen Regierungschef Zoran Djindjic. Zur Sprache sollen die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Reformprozesse sowie die bilaterale Zusammenarbeit, vor allem im Wirtschaftsbereich, kommen.
Österreichische Firmen hatten im Vorjahr nach Jugoslawien Waren im Wert von rund 254 Mio. Euro ausgeführt. Der Import belief sich auf rund 37 Mio. Euro. Zehn Prozent von den vorjährigen, noch immer bescheidenen ausländischen Direktinvestitionen in Jugoslawien im Wert von 132 Mio. Dollar entfielen auf österreichische Firmen.
Am Nachmittag wird Ferrero-Waldner vom serbisch-orthodoxen Patriarchen Pavle empfangen. Auf der theologischen Fakultät der Präsentation des "Pro Oriente"-Buchs "Gottes auserwählte Völker" beiwohnen. Der Besuch in Belgrad wird mit einem Benefizkonzert der Sopranistin Sona Ghazarian abgerundet. Die dank Sponsoren - der österreichischen Botschaft in Belgrad und einer Anzahl österreichischen Firmen - gesammelten Finanzmittel sind dem führenden serbischen Kinderkrankenhaus in Belgrad bestimmt. Im Anschluss wird die Außenministerin am Mittwoch nach Bosnien-Herzegowina weiterreisen. In Sarajewo ist ein Treffen mit dem neuen internationalen Bosnien-Beauftragten Paddy Ashdown geplant.
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