Format: Wickel in der Gaugg-Behörde
- Haider und Haupt sehen keine Unvereinbarkeit
- Wetscherek wird Generaldirektor, Gaugg Stellvertreter
Reinhard Gaugg, noch FP-Sozialsprecher, hat sich bei seinem Wechsel in die Pensionsversicherung verspekuliert: kein Parlamentssitz und auch keine fürstliche Gage. Denn nach der Kür zum Pensionsmanager fordern Parteichefin Susanne Riess-Passer und Klubchef Peter Westenthaler den Rückzug ihres Kollegen aus dem Parlament. Bloß: Gaugg will sein gutdotiertes Mandat partout nicht zurücklegen.
Mit hauchdünner Mehrheit von 12:11 Stimmen hatten ihn die blau-schwarzen Funktionäre nach dem Eklat um geheime Absprache bei der Postenvergabe gerade noch durchgedrückt. Finanziell wird sich der Job aber nicht wirklich auszahlen.
Die roten Gewerkschafter hatten Gaugg bei seiner Bewerbung nämlich vorenthalten: Als Pensionsversicherungs-"Quereinsteiger" bekommt der Handelsschulabsolvent laut Sozialversicherungsgesetz gerade einmal 5.087 Euro brutto im Monat. Nach Abzug der Steuern bleiben ihm rund 2.700 Euro monatlich - empfindlich weniger, als er jetzt als Abgeordneter kassiert.
Der Probleme nicht genug: Läuft alles nach Vorschrift, müßte Gaugg als externer Mitarbeiter auch noch die sogenannte B-Prüfung ablegen - eine selbst unter gestandenen Sozialversicherungsexperten gefürchtete Verwaltungsprüfung. Nur eine Ausnahmeregelung könnte helfen, dem späten Lernstreß zu entgehen.
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