BBAG im 1. Quartal 2002 mit starkem Gewinnsprung
- Betriebsgewinn/EBIT nach drei Monaten um fast 160 % höher
Einen Gewinnsprung meldete der größte Getränkekonzern Österreichs, die börsenotierte Brau Beteiligungs AG (BBAG), für die ersten drei Monate 2002: Bei einem mit 242,3 Mill. Euro um 5,6 Prozent höheren Umsatz wuchs das Betriebsergebnis (EBIT) im Erstquartal um knapp 8 Mill. Euro oder fast 160 Prozent auf 12,985 Mill. Euro an.
Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen weist die BBAG-Gruppe im Quartal einen Gewinn von 40,9 Mill. Euro aus, um 21,7 Prozent mehr als im Erstquartal 2001 (EBITDA: 33,6 Mill. Euro). Die Abschreibungen fielen mit 27,9 Mill. Euro um 2,4 Prozent geringer aus, investiert wurde mit 22,4 Mill. Euro um 18,3 Prozent weniger. Obwohl die Zinsen akquisitionsbedingt um rund 86 Prozent angestiegen seien, was das Finanzergebnis auf minus 5,56 (Vorjahr minus 2,996) Mill. Euro einbrechen ließ, habe das operative Ergebnis auch zu einem beachtlichen Plus vor Ertragssteuern um fast 270 Prozent von 2,01 auf 7,43 Mill. Euro geführt.
"Wir haben die umfangreiche Integration der Brauereien in Polen weitestgehend abgeschlossen", erklärte BBAG-Vorstandsvorsitzender Karl Büche zum Quartalsbericht. "Voreilige Schlussfolgerungen" für das Gesamtjahr wolle er jedoch vermeiden. Der Getränkeverkauf sei ein saisonales Geschäft. Für den Erfolg entscheidend seien daher weniger die ersten drei Monate als vielmehr die Sommermonate.
Der Gesamtabsatz lag in den ersten drei Monaten mit 3,032 Mill. Hektolitern um 2 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Im Biergeschäft, wo die Umsatzerlöse mit Dritten um 6,5 Prozent auf 208,74 Mill. Euro anstiegen, legte das EBITDA um 20,7 Prozent auf 30,37 Mill. Euro zu, das im Vorjahresquartal leicht negative EBIT (minus 356.000 Euro) drehte in einen Betriebsgewinn von 5,64 Mill. Euro. Die Investitionen wurden in der Stammsparte um 3,5 Prozent auf 20,69 Mill. Euro angehoben.
In der Alkoholfrei-Division war der Quartalsumsatz mit 30,19 Mill. Euro um 0,6 Prozent leicht rückläufig. Die Marke DrinkVit wurde eingestellt, der Mineralwasserbetrieb Güssing verkauft, was sich zwar die Absatzzahlen beeinträchtige, sich jedoch positiv auf die Ergebnisse im Gesamtjahr auswirken solle. Gasteiner habe im Quartal um 22 Prozent zugelegt, Pago um 1,3 Prozent. Rückläufig war aber das AF-Spartenergebnis, was die BBAG auf erhöhte Werbeausgaben bei Pago und die Einführung einer neuen Leichtflasche (Gasteiner) zurückführt. Im AF-Sektor ging das EBITDA um 8,4 Prozent auf 4,04 Mill.Euro zurück, das Betriebsergebnis war mit 1,76 Mill. Euro sogar um 21 Prozent rückläufig. Deutlich, um 83 Prozent, zurückgefahren wurden hier die Investitionen.
Auf 4,22 Mill. Euro fast verdoppelt wurde der Betriebsgewinn aus dem Geschäftsbereich Immobilien.
Mit dem Gesamtergebnis lag die BBAG im ersten Quartal über den Analystenschätzungen. Von der APA befragte Analysten hatten im Vorfeld ein EBIT zwischen 5,8 und 11,5 Mill. Euro erwartet.
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