Mittwoch, 22. Mai 2002

Deutsche Telekom baut bis 2004 über 20.000 Jobs ab

  • Stellenabbau aber ohne Entlassungen geplant

Die Deutsche Telekom die zum Jahresbeginn tiefer in die roten Zahlen gerutscht ist, will nach Aussage von Personalvorstand Heinz Klinkhammer bis 2004 unter dem Strich 22.800 Stellen abbauen. Dies berichtet das "Handelsblatt" in seiner Donnerstagausgabe.

Von den 256.000 Arbeitsplätzen weltweit sollten 38.400 gestrichen und im Gegenzug 15.600 andere Stellen aufgebaut werden, schreibt das Blatt unter Berufung auf den Telekom-Personalchef.

In Deutschland mit zur Zeit knapp 180.000 Beschäftigten sollen demnach unter dem Strich 22.000 Stellen wegfallen, 10.000 mehr als bereits mit Gewerkschaft und Betriebsrat fest vereinbart seien. Dies solle ohne Entlassungen erreicht werden. "Wir brauchen aber ein Szenario, das bezahlbar bleibt", zitiert das "Handelsblatt" Klinkhammer.

Die Deutsche Telekom wolle in Bereichen mit Personalüberhang ganze Abteilungen in Qualifizierungsgesellschaften überführen, in denen die Weiterbildung von der Telekom, aber auch mit Eigenbeteiligung der Beschäftigten und öffentlicher Förderung, bezahlt werden soll. Bisher habe die Telekom auf öffentliche Förderprogramme verzichtet, sagte Klinkhammer.

22.5.2002 10:39