Dienstag, 21. Mai 2002

Böhler-Uddeholm: Gewinneinbruch im ersten Quartal

  • Betriebsergebnis um mehr als ein Viertel geschrumpft
  • Erholung im Edelstahlsektor frühestens im 4. Quartal 2002

Die abgeschwächte Nachfrage für Edelstahl hat in der Bilanz des börsenotierten Spezialstahlerzeugers Böhler-Uddeholm zum ersten Quartal 2002 deutliche Spuren hinterlassen. Rückläufige Mengen und Preisdruck ließen das Betriebsergebnis (EBIT) von 36,8 Mio. Euro um 28 Prozent auf 26,5 Mio. Euro einbrechen. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, war die gedämpfte Konjunktur in allen Kernmärkten spürbar.

Im gewöhnlichen Geschäft schrumpfte das Ergebnis (EGT) in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 34 Prozent von 30,2 auf 19,9 Mio. Euro. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten lag mit 12,7 Mill. Euro um 36 Prozent unter dem Vorjahreswert. Den Konzernumsatz bezifferte Böhler-Uddeholm mit 371,2 Mio. Euro, das entspricht einem Rückgang um 7 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2001.

Erholung im Edelstahlsektor frühestens im 4. Quartal 2002
Für das zweite und dritte Quartal des laufenden Jahres erwartet Konzernchef Claus Raidl keine wesentlichen Veränderungen gegenüber den ersten drei Monaten 2002. Mit einer Erholung im Edelstahlsektor könne aus heutiger Sicht frühestens im vierten Quartal 2002 gerechnet werden. Für das Gesamtjahr stellt Raidl einen Betriebserfolg etwa auf dem Niveau des Jahres 1998 (EBIT: 113 Mio. Euro) in Aussicht. Ein spürbarer Aufschwung sei erst für das Jahr 2003 zu erwarten.

21.5.2002 10:35