Samstag, 25. Mai 2002

Fußball-WM: Südkorea würde Maradona ins Land lassen

  • Japan verweigert der Legende wegen Drogendelikten Einreise
  • "Japan wird mir kein Visum geben, obwohl ich Weltmeister bin"

Diego Maradona stehen bei der Fußball-Weltmeisterschaft zumindest in Südkorea die Türen offen. Die Behörden des Mitgastgebers wollen dem 41-jährigen Argentinier ein Visum gewähren. Sein Aufenthalt werde helfen, die WM-Begeisterung zu wecken, hieß es zur Begründung. Ob der Weltmeister von 1986 tatsächlich kommen wird, ist allerdings noch offen. Wegen Kokain-Missbrauchs war Maradona die Einreise nach Japan verweigert worden. Dort absolviert Mitfavorit Argentinien seine Vorrundenspiele.

Er habe kein Visum für Japan erhalten, sagte Maradona vor wenigen Tagen im chilenischen Fernsehen. "Japan wird mir kein Visum geben, obwohl ich Weltmeister bin", sagte Maradona, der 1991 in Argentinien wegen Kokainkonsums verhaftet worden war. In Japan ist Ausländern die Einreise verboten, wenn diesen Drogenvergehen nachgewiesen wurden.

Maradona räumt seinem Land gute Chancen ein, zum dritten Mal Weltmeister zu werden. Die Spieler seien so gut wie nie zuvor und auch um ihren Trainer Marcelo Bielsa seien sie zu beneiden. Am 2. Juni starten die in Gruppe F engagierten Südamerikaner gegen Nigeria ins WM-Turnier, anschließend treffen auf England und Schweden.

Maradona gilt als einer der besten Fußballer, die es je gab. 1986 führte er Argentinien als herausragender Spieler zum zweiten Titelgewinn. Bei seiner letzten WM 1994 wurde er allerdings in der Vorrunde wegen Dopings vom Turnier ausgeschlossen. Zu seinen Ehren sollte die Rückennummer zehn, die dem Superstar einst vorbehalten war, bei den Argentiniern während der diesjährigen WM frei bleiben. Die FIFA hat dies allerdings verboten, so hat Ariel Ortega die Ehre, die Nummer der Legende auf dem Rücken zu tragen.

25.5.2002 11:44