Anreise-Chaos bei Kamerun
- Zwangslandung in Bangkok

·Kamerun
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Äußerst chaotisch gestaltete sich die Anreise Kameruns zur Fußball-Weltmeisterschaft. Nachdem sich bereits der Abflug aus Paris wegen hartnäckiger Prämienfeilschereien um drei Tage verzögert hatte, folgte am Donnerstag der nächste Eklat. Die auf dem Weg nach Tokio in Bombay zwischengelandete Chartermaschine der Air Cameroon wurde in Bangkok zu einer nicht geplanten, weiteren Landung gezwungen.
Grund: Der Pilot der Boeing 757-200 hatte erst nach dem Start in Bombay um die Erlaubnis gebeten, Länder wie Thailand, Vietnam und die Philippinen zu überfliegen.
Während Thailand die normalerweise ein oder zwei Tage zuvor zu beantragende Überflug-Erlaubnis schnell erteilte, wurde sie von Vietnam und den Philippinen zunächst verweigert. "Das war ein Fehler der Fluggesellschaft. Sie spielten ein riskantes Spiel, loszufliegen, ohne die Erlaubnis der betroffenen Länder zu haben, die auf ihrer Flugroute liegen", erklärte ein Offizieller der thailändischen Luftfahrtbehörde. Über sieben Stunden musste das Team in Bangkok zubringen, ehe von Vietnam und den Philippinen die Erlaubnis zum Weiterfliegen erteilt wurde.
Nach ihrer Odyssee wurden die "unzähmbaren Löwen" in der Nacht zum Freitag in Tokio erwartet. Dort war am Donnerstag erst ein Spieler auf separatem Weg eingetroffen: Lucien Mettomo, Abwehrspieler von Manchester City, hatte sich in Paris noch einer medizinischen Untersuchung unterzogen und dann den Direktflug nach Tokio genommen.
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