Portugals Kenedy wegen Doping aus Kader entlassen
- "Habe nie wissentlich verbotene Mittel genommen"
- Jungtalent Viana rückt ins Aufgebot nach

Der portugiesische Fußball-Teamspieler Daniel Kenedy wurde am Mittwoch wegen Dopings aus dem WM-Kader der Südwest-Europäer entlassen. Für den Mittelfeldspieler von Maritimo Funchal rückte Hugo Viana von Sporting Lissabon ins Aufgebot nach. Kenedy, bei dem angeblich eine Harn treibende Substanz gefunden wurde, lieferte die positive Probe vor dem Abflug der Portugiesen ins Trainingslager nach Macao am 14. Mai ab.
Der 28-Jährige stellte sich bei Bekanntwerden des Dopingfalles der Presse in Macao. "Ich kann versichern, dass ich niemals wissentlich verbotene Mittel genommen habe. Ich habe nur in einer Periode von zehn Tagen nach dem Ende der Meisterschaft ein Abmagerungsmittel geschluckt", erklärte Kenedy und vermutet dieses Medikament als Ursache für den positiven Doping-Befund.
Laut portugiesischen Rundfunkberichten handelte es sich um die Substanz Furosemid, die auf der Liste der verbotenen Mittel steht. Furosemid bewirkt einen raschen Flüssigkeitsverlust des Körpers. Es steht aus zwei Gründen auf der Dopingliste. Erstens könnten Boxer, Ringer oder Judo-Kämpfer damit ihr Gewicht manipulieren. Zweitens beschleunigt das Mittel die Blutreinigung und kann damit eine eventuelle Einnahme anderer Dopingmittel verbergen.
Durch den Dopingfall Kenedy wird der nachnominierte 19-jährige Viana zu Portugals jüngstem WM-Teilnehmer aller Zeiten. Bereits vor einigen Monaten hatte sich Keeper Joaquim "Quim" Silva mit Doping um die WM-Teilnahme gebracht. Der Keeper des SC Braga war im Oktober positiv auf Nandrolon getestet und im Februar bis auf weiteres gesperrt worden.
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