Wien-Marathon: Positive Bilanz, aber 2003 neue Strecke
- Moses Tanui gewinnt den Wien-Marathon in Rekordzeit
- Plus: Alle Informationen zum Vienna City Marathon
·42,195 km
Die schnellsten Männer-Zeiten
·Ehrentafel
Alle SiegerInnen von 1984 bis 2001
·Laufschuh-Test
High-Tech-Schuhe im Vergleich
·Um die Welt
Die beliebtesten Marathon-Events
·Testen Sie sich:
Sind Sie für's Laufen geboren?
·Die 1. Schritte
Tipps für richtiges Laufen
Wolfgang Konrad hat am Montag, einen Tag nach dem 19. Vienna City Marathon, ein positives Resümee gezogen. Besonders freute den Tiroler der Triumph von Superstar Moses Tanui, der damit hielt, was er versprochen hatte. "Dass er gewonnen hat, war das Schönste, was uns passieren konnte", betonte Konrad. "Und ich muss zugeben, dass ich durch den Sieg von Moses auf den Geschmack gekommen bin. Ich will auch im kommenden Jahr Top-Stars in Wien haben." Und: Es soll Änderungen im Streckenprofil geben.
Die Weichenstellung dafür erfolgte bereits am Sonntagabend, an dem der "Marathon-Vater" einen Vertrag mit dem Berliner Rennleiter und Topathleten-Koordinator Mark Milde abschloss. Bei diesem Gespräch wurde auch entschieden, das Athleten-Budget von bisher 160.000 Euro für die 20. Jubiläumsauflage am 18. Mai 2003 aufzustocken. "Wir werden da ein Schäuferl zulegen, wie viel kann ich aber noch nicht genau sagen."
Das Gesamtbudget für die 19. Auflage, die in ORF 1 337.000 TV-Seher (MA 45%) live verfolgten, betrug rund 1,6 Mio. Euro. Mit 10.630 Marathon-Anmeldungen (2001: 11.138) verzeichneten die Veranstalter einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Konrad erklärte dies mit dem auf Grund des Laufbooms zunehmenden Angebot, vor allem die Linz-Premiere am 14. April mit knapp 2.000 Teilnehmern über die 42,195 km habe Wien "gespürt". "Doch ich hoffe, dass angesichts unserer Planungen für 2003, sich jene Läufer und Läuferinnen, die heuer gesagt haben, ich probiere mal was anderes, rückbesinnen und wieder in Wien starten."
In puncto ausländische Teilnehmer - der Anteil lag bei rund 30 Prozent, fast 1.400 kamen aus Deutschland! - rangiert Wien bereits im weltweiten Spitzenfeld. Und bei den Gesamtzahlen, am Sonntag waren in Summe rund 23.500 Menschen auf den Straßen der Bundeshauptstadt laufend unterwegs, hat sich der Vienna City Marathon unter den Top 15 etabliert. Für die kommenden Jahre erwartet sich Konrad zwar eine weitere Steigerung, doch der Blick gilt in Zukunft eher dem "Feintuning", um den Teilnehmern eine noch perfektere Veranstaltung bieten zu können. "Wir sind mit der erreichten Größe zufrieden, denn wir können einfach nicht Berlin, wo 30.000 am Start stehen, nacheifern. Dafür sind unsere Straßen in Wien einfach nicht breit genug."
Für 2003 schwebt Konrad nur für die 20. Auflage eine leichte Streckenänderung vor, die aber noch nicht fix ist. "Ich möchte, dass wir vom Ring kommend auf die Kärntner Straße laufen und in der Folge über den "Stock im Eisen"-Platz beim Stephansdom auf den Graben und danach durchs Michaeler-Tor auf den Heldenplatz und durchs Burgtor wieder auf den Ring zurückkommen. Das Ziel befindet sich wie gehabt auf dem Rathausplatz."
Für die Spitzenleute würde diese Änderung einige ungeliebte Kurven mehr bedeuten. Auf dem derzeitigen Kurs hält Tanui Zeiten von "2:07 Stunden" für möglich. "Die Strecke ist ziemlich flach, aber sie hat kleine Hügel, die man nicht sieht, aber in den Beinen spürt", erzählte der 36-Jährige am Tag nach seinem gelungenen Comeback. Besonders gut hat ihm die Betreuung der Spitzenathleten auf der Strecke gefallen, der erstmals durchgeführte Kilometer-Countdown sei dagegen "verwirrend" gewesen. "Ich laufe ja ohne Uhr, deshalb musste ich immer umdenken, dass wir beim 7-Kilometer-Schild schon 35 km absolviert hatten."
Ein weiterer Kritikpunkt betraf die Schrittmacher, die am Anfang beim starken Gegenwind viel zu schnell und dann auf einmal wieder viel zu langsam waren. "Hätte es von Beginn an ein gleichmäßiges Tempo gegeben, wären trotz des Windes Zeiten unter 2:10 möglich gewesen", glaubt der Spitzenmann, der 2003 gerne wiederkommen würde. "Das hängt natürlich vom Geld, aber vor allem von meiner Saisonplanung ab."
Im Herbst läuft er entweder in Berlin oder Chicago, danach soll Anfang 2003 ein Start in Tokio folgen. "Ich war ja schon Weltmeister über 10.000 m und Halbmarathon-Weltrekordler. Deshalb ist mein großes Ziel die Marathon-Weltbestzeit." Die aktuelle des US-Amerikaners Khalid Khannouchi steht bei 2:05:38, Tanuis persönlicher Rekord bei 2:06:16. Am Sonntag gewann er in 2:10:25.
| Ergebnisse vom Vienna City Marathon 2002: |
| Herren: |
| 1. | Moses Tanui | KEN | 2:10:25 Stunden |
| 2. | Boaz Kimayo Kibet | KEN | 2:10:35 |
| 3. | Rutto Barnabas Kipngetich | KEN | 2:10:53 |
| 4. | Joseph Ngolepus | KEN | 2:13:18 |
| 5. | Abraham Limo | KEN | 2:13:38 |
| 6. | Gideon Talam | KEN | 2:14:37 |
| 7. | Mohammed Erraoui | MAR | 2:14:47 |
| 8. | Dmitri Kapitonow | RUS | 2:14:52 |
| 9. | Erpassa Lami | ETH | 2:15:44 |
| 10. | Mykola Antonenko | UKR | 2:15:45 |
| 11. | Jewgeni Baschko | UKR | 2:16:41 |
| 12. | Abner Chipu | RSA | 2:17:31 |
| 13. | Nicola Civarella | ITA | 2:17:52 |
| 14. | Thedoros Zahos | GRE | 2:18:11 |
| 15. | Mykola Rudyk | UKR | 2:19:16 |
| 16. | Pavel Kokin | RUS | 2:23:10 |
| 17. | Santtu Makinen | FIN | 2:24:42 |
| 18. | Wan Ki Kim | KOR | 2:25:36 |
| 19. | Max Wenisch | AUT | 2:16:17 |
| 20. | Abebe Mekonnen | ETH | 2:26:42 |
| 21. | Wolfgang Cramaro | AUT | 2:26:49 |
| Damen: |
| 1. | Ludmilla Puschkina | UKR | 2:32:03 |
| 2. | Jackline Jerotich | KEN | 2:32:49 |
| 3. | Dagmar Rabensteiner | AUT | 2:35:42 |
| 4. | Aniela Nikiej | POL | 2:35:57 |
| 5. | Rodica Chirita | ROM | 2:39:31 |
Präsidentenwahl in Serbien09:39
Traum von GroßserbienNeuer Präsident Nikolic kann sich nicht von nationalistischen Ideen lösen
