Dienstag, 21. Mai 2002

BSE-Folgen: Europäer essen viel mehr Geflügel!

  • Bis 2008: Pro-Kopf-Verzehr soll von 21,4 auf 24,8 kg steigen

Die Angst, an BSE-verseuchtem Rindfleisch zu erkranken, hat das Ess-Verhalten der Europäer dramatisch verändert. Statt Steaks oder Lungenbraten landen immer öfter Hühnerschnitzel, Putenkeulen oder Entenbrust auf den Tellern! Laut EU-Statistikamt Eurostat liegt Geflügel beim Fleischkonsum hinter Schwein mittlerweile an zweiter Stelle.

Den Pro-Kopf-Verzehr an diversem Geflügel prognostizierten die Statistiker mit einem Anstieg von 21,4 Kilogramm im Jahr 2000 auf 24,8 Kilogramm im Jahr 2008.

Auch die deutschen Verbraucher schätzen Hühner- oder Gänsebrust mehr und mehr. Sie verzehrten pro Kopf im Jahr 2000, der aktuellsten Angabe, 15,6 Kilogramm Geflügelfleisch. Vier Jahre zuvor waren es nur 14,1 Kilogramm. Europäische Spitzenreiter sind die Iren, die pro Person und Jahr 32,7 Kilogramm des fettarmen Fleisches verspeisen, während dies in Schweden nur 12,5 Kilogramm sind, wie Eurostat berichtete.

Nach den Angaben erwartet die EU-Kommission für das Jahr 2008 eine unionsweite Produktion an Geflügelfleisch von rund zehn Millionen Tonnen. 1999 waren es 8,8 Millionen Tonnen im Jahr. Größter EU-Produzent ist Frankreich, gefolgt von Großbritannien, Italien und Spanien. Diese vier Länder produzierten fast 70 Prozent der gemeinschaftlichen Erzeugung, hieß es.

21.5.2002 16:59