Gebäude der Weltbank nach Milzbrand-Alarm evakuiert
- Messgerät gab Alarm
- Verdacht vorerst nicht bestätigt

Ein Gebäude der Weltbank in Washington ist unter Verdacht auf Milzbrand geräumt worden. 1.200 Angestellte müssen vorsichtshalber einige Tage lang von zuhause arbeiten, sagte eine Sprecherin am Montag (Ortszeit). Ein Gerät zur Überprüfung der Post habe Alarm gegeben. Weitere Tests hätten den Verdacht auf Milzbrandsporen zwar nicht erhärtet, dennoch sei die Vorsichtsmaßnahme ergriffen worden.
Weitere Überprüfungen der verdächtigen Briefe sollen nun endgültige Klarheit bringen. Im vergangenen Herbst waren durch die Versendung mehrerer Milzbrand-Briefe in den USA fünf Menschen gestorben. Vor allem Politiker und Journalisten waren Ziel der kontaminierten Schreiben.
Im Zuge der Ermittlungen sollen nach einem Fernsehbericht 200 derzeitige und frühere Mitarbeiter von US-Labors unter Heranziehung von Lügendetektoren vernommen werden. Davon betroffen sei auch das auf Biowaffen spezialisierte Militärinstitut von Fort Detrick in Maryland, in dem zuletzt im April Milzbrandsporen aufgetaucht waren. Einen Verdächtigen gebe es aber noch nicht, berichtete der Fernsehsender ABC. In Presseberichten war bereits mehrfach die Rede davon, dass Mikrobiologen des US-Biowaffenprogramms mit der im Herbst ausgelösten Massenpanik eine Erhöhung des Forschungsbudgets erzwingen wollten.
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