Freitag, 24. Mai 2002

Nur acht Prozent sind für designierten Parteichef Finz

  • 47,5 Prozent der Wiener hätten Strasser bevorzugt
  • Spitzenkandidatur bei der Gemeinderatswahl

Die Wiener sind mit der Entscheidung der ÖVP, Finanzstaatssekretär Finz zum neuen Landesparteichef zu machen, offenbar nicht einverstanden. Laut einer im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Oekonsult durchgeführten Umfrage sprechen sich nur 7,8 Prozent der Wiener für Finz als Wiener ÖVP-Obmann aus. Innenminister Ernst Strasser hätten hingegen 47,5 Prozent der Befragten bevorzugt.

28,5 Prozent hätten am liebsten Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat an der Spitze der Landespartei gesehen. ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger kommt auf 4,5 Prozent. Nach dieser Umfrage leidet die ÖVP in der Bundeshauptstadt unter einem Imageproblem. Nur 33,5 Prozent der Wiener halten die ÖVP für eine moderne und fortschrittliche Partei.

Das Wahlvorschlags-Komitee hatte Finz vor rund einer Woche als geeigneten Nachfolger des scheidenden Parteichefs Bernhard Görg empfohlen. Der Landesparteivorstand soll nun am Montagnachmittag Finz offiziell als Obmann-Kandidaten nominieren. Die endgültige Wahl soll dann beim Parteitag am 15. Juni über die Bühne gehen.

24.5.2002 17:25