Riess-Passer ortet positive Südtirol-Entwicklung in Rom
- Nein der FPÖ zur Streitbeilegungserklärung "richtig"

Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (FPÖ) ortet bei der Mitte-Rechts-Regierung in Rom eine positive Entwicklung auch in Richtung Südtirol. Bei kürzlich erfolgten Gesprächen in der italienischen Hauptstadt habe sie einen "sehr positiven Eindruck" gewonnen, sagte die FP-Chefin am Samstag anlässlich eines offiziellen Südtirol-Besuches.
Landeshauptmann Louis Durnwalder meinte, man könne "im Großen und Ganzen auch mit der aktuellen Regierung reden", ab und zu gebe es ein paar Wolken.
Bei allen Gesprächen mit römischen Regierungsvertretern sei ihr versichert worden, dass an der Autonomie für Südtirol "nicht gerüttelt" werden dürfe, sagte Riess-Passer bei einer Pressekonferenz. Österreich habe gute Beziehungen zu Rom und werde dazu beitragen. Südtirol sei für Wien nach wie vor ein wichtiges Anliegen. Die Autonomie sei von jeder Regierung zu akzeptieren, da sie international abgesichert sei.
Der Südtiroler Volkspartei, die bei ihren italienischen Kontakten bisher auf Mitte-Links-Parteien gesetzt hatte, wolle sie keine Ratschläge geben. Es sei aber wichtig, eine vernünftige Gesprächsebene zu haben, dabei müsse man sich "nicht gleich um den Hals fallen", meinte Riess-Passer.
Die seinerzeitige Entscheidung ihrer Partei, 1992 zum Streitende zwischen Österreich und Italien nicht zuzustimmen, sei richtig gewesen. Man habe damals noch nicht abschätzen können, wie die weitere Entwicklung verlaufen werde. Es sei gut gewesen, dass die FPÖ damals nicht in den "bedingungslosen Jubel" eingefallen sei.
Im Mittelpunkt der halbstündigen Unterredung mit Durnwalder sei unter anderem die weitere europäische Entwicklung gestanden. Dabei wolle man gemeinsam die Bedeutung der Regionen stärken. die Europaregion Tirol habe dabei nach Ansicht der Vizekanzlerin eine Vorreiterrolle.
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