Freitag, 24. Mai 2002

Tausende Kinderpornos bei Wiener gefunden

  • Deutscher Beamter kam 38-Jährigem auf die Schliche

Eine Groß-Sammlung der perversen Art: Tausende Bild- und Videodateien mit pornografischen Darstellungen von Kindern sind jetzt bei einem 38-jährigen Wiener gefunden worden. Auf die Schliche kam dem Mann ein Beamter des deutschen Bundeskriminalamtes in Wiesbaden, der in einem Internet-Guestroom auf die Internet-Adresse des Verdächtigen gestoßen war.

Der Wiener hatte dort eine GMX-Internet-Adresse angegeben. Weiters teilte er mit, dass ihn besonders die Altersgruppe der Acht- bis 13-Jährigen "interessiere". Die deutschen Kollegen alarmierten via Interpol das Büro für Vereins-, Versammlungs- und Medienrechtsangelegenheiten der Wiener Polizei. Die hatte wegen der GMX-Adresse zunächst noch einige Schwierigkeiten, den Verdächtigen mit dem Tatbestand in Zusammenhang zu bringen. Nach einigem Hin und Her konnten die Ermittler dann doch zur Hausdurchsuchung schreiten.

Dabei wurden sie in Hülle und Fülle fündig: Rund 6.000 bis 7.000 Dateien mit kinderpornografischem Material fanden sich bei dem 38-Jährigen. Der Wiener zeigte sich der Exekutive zufolge geständig. Er erwarb demnach die Kinderpornos und tauschte sie auch. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt, im Fall einer Verurteilung drohen ihm bis zu zwei Jahre Haft.

24.5.2002 11:50