Fast 15 Prozent mehr Einbürgerungen im 1. Quartal
- Vor allem im Burgenland und in Kärnten
Österreich ist begehrt: Deutlich mehr Einbürgerungen - vor allem im Burgenland und in Kärnten - sind im ersten Vierteljahr 2002 zu verzeichnen. Unter den Herkunftsländern dominiert die Türkei. Verglichen mit dem ersten Quartal 2001 erhielten heuer um 14,8 Prozent (7.921) mehr im Inland ansässige Personen die Staatsbürgerschaft.
Nach Angaben der Statistik Austria vom Freitag sind am stärksten die Ermessenseinbürgerungen bei Vorliegen eines mindestens zehnjährigen Wohnsitzes im Inland gestiegen.
Burgenland und Kärnten Spitzenreiter
Die Bundesländer-Zahlen im Detail (im Vergleich zum ersten Quartal 2001):
+ Burgenland plus 80 Prozent auf 191 Einbürgerungen,
+ Kärnten plus 76 Prozent auf 187,
+ Tirol plus 65 Prozent auf 578,
+ Salzburg plus 52 Prozent auf 477,
+ Vorarlberg plus 25 Prozent auf 703
+ Wien plus 14 Prozent auf 3.381 Einbürgerungen.
+ In der Steiermark gibt es mit 408 Staatsbürgerschaftsverleihungen ein Minus von zwei Prozent.
+ In Oberösterreich wird mit 1.250 ein Minus von vier Prozent verzeichnet.
+ In Niederösterreich verbucht mit 746 ein Minus von fünf Prozent.
Nach dem Einbürgerungsgrund gab es den markantesten Anstieg (34 Prozent) bei den Ermessenseinbürgerungen wegen eines mindestes zehnjährigen Wohnsitzes in Österreich. Insgesamt 2.569 Personen bekamen aus diesem Grund die Staatsbürgerschaft, 498 (minus 28 Prozent) nach mindestens vier- bzw. sechsjährigem Wohnsitz aus besonders berücksichtigungswürdigem Grund sowie zwei aus anderen Ermessensgründen.
Auf Grund eines Anspruches wurden 944 Personen (plus 1 Prozent) eingebürgert, vor allem wegen der Ehe mit einem/r Österreicher/in (563 Fälle). Unter dem Titel "Erstreckung der Verleihung" wurden 3.908 Ehegatten und (fast durchwegs minderjährige) Kinder des Eingebürgerten gleichzeitig mit diesem österreichische Staatsbürger (plus 17 Prozent).
Türkei dominiert
Bei insgesamt 94 Herkunftsländern war die Türkei (3.130 Einbürgerungen, plus 93 Prozent) absoluter Spitzenreiter. Aus Bosnien-Herzegowina kamen 1.045, aus Jugoslawien (Serbien/Montenegro) 1.044, aus Kroatien 517, aus Rumänien 222 und aus China 206 Neo-Österreicher. Zwischen 100 und 200 österreichische Staatsbürgerschaften wurden an Menschen aus Indien, den Philippinen, Polen, Ägypten und Mazedonien verliehen.
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