Freitag, 24. Mai 2002

Außenministerin besucht KZ Auschwitz-Birkenau

  • Gedenken an die Opfer des Holocaust

Als erster österreichischer Außenminister seit dem Fall des Eisernen Vorhanges wird Außenministerin Benita Ferrero-Waldner heute, Freitag, das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau in Polen besuchen. Die Außenministerin wird an der Todesmauer von Auschwitz und am Denkmal "Martyrium der Nationen" Kränze niederlegen und in einer kurzen Ansprache der sechs Millionen Opfer des Holocaust gedenken.

Ferrero-Waldner beendet anschließend ihren Besuch in Südpolen und reist zu einem kurzen Arbeitsbesuch in die Slowakei weiter. In Preßburg stehen vor allem Arbeitsgespräche mit dem slowakischen Außenminister Eduard Kukan auf dem Programm.

In einer Rede an der Jagiellonen-Universität in Krakau hatte Ferrero-Waldner zuvor die Kritik zurückgewiesen, Österreich streue Sand in das Getriebe der EU-Erweiterung. Sie betonte, dass die Erweiterung im Interesse Österreichs liege und dass Offenheit, Verzicht auf Vetodrohungen und "Referenden über das Schicksal anderer" zu den Grundsätzen ihrer Politik gehörten. Zugleich verwies Ferrero-Waldner darauf, dass auch die Beitrittskandidaten ihre "Hausaufgaben" machen müssten.

24.5.2002 07:30