Dienstag, 21. Mai 2002

NEWS: Zechners Pläne für die Vereinigten Bühnen

  • Ronacher soll Haus für alle Formen von Musik & Sprache werden
  • Noch-Intendant Klausnitzer erhebt Einsprüche an ihren Plänen

Es war lange ein gut gehütetes Geheimnis, jetzt ist es fix: Die Ex-ORF-Programmintendantin wird Musical-Chefin! Kathrin Zechner und Festwochen-Musikchef Hans Landesmann präsentieren in der Donnerstag erscheinenden NEWS-Ausgabe die Eckpunkte ihrer Konzepte.

Zechner sieht vor allem beim Ronacher Handlungsbedarf (das Raimundtheater ist als repräsentative Musicalbühne unbestritten): Ihr schwebt laut NEWS "ein Haus für alle Formen des Musik- und Sprechtheaters vor. Vom kleinen, pfiffigen Musical über die englische "Black Comedy" bis zur Anarcho-Performance "Shockheaded Peter". Damit könnten auch die Umbaukosten in Grenzen gehalten werden.

Dagegen erhebt allerdings Noch-Intendant Klausnitzer Einsprüche: "Es ist sicher berechtigt, sich Gedanken zu machen, welche zusätzlichen Formen in Wien noch Platz haben. Auf der anderen Seite bedeutet eine Nutzung des Ronachers für andere Formen eine Einschränkung des Musicals, was nach meinen Informationen die Stadt nicht vorhat. Wir jedenfalls werden heuer im Herbst in Japan und am Broadway Premiere haben und in Wien mit ,Wake UpS eine neue Uraufführung bieten."

Das Konzept fürs Theater an der Wien
Landesmanns Konzept für das Theater an der Wien: Das Haus soll an 80 bis 100 Abenden im Jahr bespielt werden. Festwochen, Klangbogen und Osterklang werden im Theater an der Wien zentriert. Dazu kommen drei bis vier Opern-Eigenproduktionen mit den Symphonikern als Hausorchester. Kooperationen mit Staats- und Volksoper (die Anteile aus ihrem Budget einbringen müssen) sind erwünscht. Bundesländerbühnen gastieren während der Festwochen. Für Konzerte und Tanz ist das Haus l entgegen anderen konzeptionellen Überlegungen - nicht geeignet. Landesmann betrachtet sich als "Mann des Überganges", der an einen eigenen Intendanten übergeben soll.

21.5.2002 13:52