Donnerstag, 16. Mai 2002

Die ersten Staus beim Pfingstverkehr begonnen

  • Kilometerlange Staus im Süden von Wien
  • ÖAMTC & ARBÖ raten: Spritpreise vergleichen!

Die alljährliche Pfingst-Blechlawine rollt! Am späten Freitag Nachmittag begann der große Aufbruch in die Ferien. Die Folge: Dichter Kolonnen-Verkehr und Schritt-Tempo. Schlimm war es vor allem in und um Wien. Die Lenker schwitzten besonders am altbekannten Schwerpunkt A 23. Ansonsten konnte die 30°C-Marke am Freitag noch nicht geknackt werden. Laut Vorhersagen könnte dies jedoch am Wochenende noch passieren.

Besonders auf der Südost Tangente, Richtung Süden, zwischen dem Knoten Kaisermühlen und der Ausfahrt Handelskai standen die Fahrzeuge; hier waren wegen Reinigungsarbeiten nach einem Lkw-Unfall zwei Fahrspuren blockiert, die Stauungen reichten zeitweise mehr als sieben Kilometer bis zum Rautenweg zurück. In weiterer Folge kamen die Autofahrer zwischen der Ausfahrt St. Marx und dem Knoten Guntramsdorf (Baustellenbereich) auf der A 2, Süd Autobahn, ebenfalls nur sehr langsam vorwärts.

Gegen 14:30 Uhr mussten wegen eines Wasserrohrgebrechens am Sechshauser Gürtel im Bereich der Sechshauser Straße zwei Fahrspuren gesperrt werden. Die Stauungen reichten bis weit in den 16. Bezirk hinein. Aufgrund des starken Verkehrsaufkommens war der äußere Gürtel im gesamten Verlauf zwischen der Döblinger Hauptstraße und der Sechshauser Straße zeitweise nur im Schritttempo zu befahren. Am Inneren Währinger Gürtel kam es zwischen dder Währinger Straße und der Nußdorfer Straße immer wieder zum Verkehrsstillstand.

Starker Verkehr in den Süden: Die Wien-Graz-Stauhölle
Die Fahrt auf der Südautobahn (A2) von Wien nach Graz gestaltete sich zum Spießrutenlauf, Baustellen, Verkehrsüberlastung und Unfälle führten zu Verzögerungen. Auch in Tirol führte der "Bayernsturm" an die Adria zu Stauungen.

Wer es über die Südosttangente (A23) endlich aus der Stadt hinaus geschafft hatte, landete auf der "Süd" im Stau der Baustelle bei Wiener Neudorf, so der ARBÖ. Weiter südlich war die Autobahn beim Knoten Seebenstein und bei Zöbern wegen völliger Überlastung blockiert, hieß es.

Die Tauernautobahn (A10) war laut ARBÖ wegen Überlastung beim Knoten Salzburg Richtung Süden "total blockiert". In Tirol staute es sich auf der Inntalautobahn (A12) bei Hall und Innsbruck Richtung Brenner. Auf der Brennerautobahn (A13) ging es von Innsbruck bis zur Mautstelle Schönberg nur im "Kriechgang".

30° C-Marke knapp verfehlt
Am Freitag kletterte die Quecksilber-Säule auf bis 27° Celsius, die 30°C-Marke konnte (noch) nicht geknackt werden. Herrliches Badewetter hatte es allemal. Die Experten von METEO-data erwarten für das Pfingstwochenende sehr angenehme Tage. Für den Sonntag ist aber leider wieder mit einer kurzen Abkühlung zu rechnen. Immerhin: In den Tagen danach zeigen die Prognosen schon wieder deutlich nach oben.

Spritpreise sehr unterschiedlich
Über die Pfingstfeiertage zu urlauben ist eine feine Sache. Weniger fein sind aber mancherorts die Spritpreise, warnt der ÖAMTC. Vor allem in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien kostet ein Liter Super oder Diesel deutlich unter 1 Euro. In der Schweiz kostet Diesel mehr als Super. Die teuersten Sprit-Nationen sind Italien und neuerdings auch Deutschland.

Auch in Österreich Unterschiede
Auch für Kurzurlauber in Österreich lohnt sich der Preisvergleich. Bis zu 0,19 Euro kann der Unterschied betragen. Pro Tankfüllung kann man sich da 12 Euro ersparen. Vor allem in Westösterreich ist das Preisniveau höher.

Hitze und Stress sind die Feinde der Autofahrer
Hohe Temperaturen im Auto bewirken erhebliche Konzentrations-Mängel! ARBÖ-Verkehrsmediziner raten zu ausreichender Flüssigkeitszufuhr, um dem entgegenzuwirken.

Nicht alle Getränke sind gleichermaßen dazu geeignet: Empfehlenswert sind Mineralwasser, ungesüßte Limonaden, und natürlich Fruchtsäfte. Die haben dazu noch den positiven Effekt einer Vitaminzufuhr!

16.5.2002 12:41