Erstmals 30 Grad erreicht - Fahrer schwitzen im Stau
- Die 30°-Marke fiel in Kärnten: St. Johann/Lavanttal maß 30,1° C
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Erstmals heuer kletterten die Temperaturen auf über 30°C: In St. Johann im Lavanttal wurden am Samstag 30,1° Grad gemessen. Für jene Autofahrer, die das Pfingstwochenende für einen Kurzurlaub nutzen, war dies vermutlich dennoch kein Trost: Das erwartete Verkehrschaos auf Österreichs Straßen hat tatsächlich stattgefunden. Brennpunkte dabei waren die Nord-Süd-Verbindungen in Westösterreich. Die Autofahrer mussten teilweise stundenlang Geduld bei brütender Hitze aufbringen.
Erstmals heuer konnten die 30° C erreicht werden. In St. Johann im Kärntner Lavanttal maß man 30,1°. Für den Sonntag ist aber leider wieder mit einer kurzen Abkühlung zu rechnen. Immerhin: In den Tagen danach zeigen die Prognosen schon wieder deutlich nach oben.
METEO-data bezieht Informationen aus 70 Stationen
METEO-data stützt sich auf 70 Stationen, die über ganz Österreich verteilt die Wetter-Werte messen. Diese Stationen stehen an Standorten, wo sie nicht durch künstliche Hitzequellen gestört werden können - und selbst sie zeigten bis zu 29° an. Das heißt, vor allem in den Städten ist es bedeutend heißer!
Staus seit den frühen Morgenstunden
Bereits in den Morgenstunden ging es los: So standen die Blechkolonnen gegen 5.30 Uhr in Tirol auf der Brenner Autobahn (A 13) in Richtung Italien vor der Mautstelle Schönberg 15 Kilometer weit zurück. Die Staus reichten bis zur Inntal Autobahn (A 12) bei Innsbruck. In weiterer Folge musste man in Südtirol vor der Mautstelle Sterzing lange warten. Auch auf den Bundesstraßen mussten sich die Urlauber gedulden: So gab es auf der Brennerbundesstraße (B 182) 13 Kilometer Stau Richtung Süden. Auch auf der Fernpassbundestrasse musste man im gesamten Verlauf mit abschnittsweise zähem Verkehr rechen. Am Nachmittag entspannte sich die Situation allmählich.
Hitze schädigte bereits Fahrbahnen
Die vorsommerliche Hitze zu Pfingsten mit Temperaturen an die 30 Grad führte nach Angaben der ÖAMTC-Informationszentrale zu den ersten Hitzeschäden. Auf der Westautobahn (A 1) wölbte sich die Fahrbahndecke im Abschnitt zwischen Böheimkirchen und St. Pölten. Durch die direkte Sonneneinstrahlung kann sich der Beton bis auf etwa 80 Grad Celsius aufheizen. An der Behebung des Schadens wird gearbeitet. Laut ÖAMTC-Informationszentrale müssen die Autofahrer deshalb Richtung Salzburg eine Engstelle befahren.
Blechschlangen in Salzburg
Ebenfalls Stau gab es in Salzburg auf der Tauernautobahn (A 10) bei Flachau. Der Verkehr konnte nur mehr blockweise durch den Tauerntunnel geschleust werden, die Kolonne betrug zeitweise bis zu 17 Kilometern Länge. Die Reisenden mussten bis zu drei Stunden Zeitverlust in Kauf nehmen. Auch hier beruhigte sich die Situation am Nachmittag etwas.
In Vorarlberg reichte die Autoschlange vor dem Pfändertunnel auf der Rheintalautobahn (A 14) vier Kilometer bis zur deutschen Grenze zurück. Zahlreiche Vignetten-Käufer und deren abgestellte Autos sorgten am ehemaligen Autbahnzollamt Hörbranz zusätzlich für Probleme. Wer auf der Bundesstraße (B 190) über Lindau nach Vorarlberg wollte, war nicht besser dran. Die nahezu stehende Kolonne reichte von der deutschen Grenze in Lochau bis ins Stadtgebiet von Bregenz. Auch am Grenzübergang Höchst mussten bei der Ausreise in die Schweiz im Zweikilometerstau rund 30 Minuten Wartezeit eingeplant werden.
In Kärnten war die Karawankenautobahn (A 11) schon in den Morgenstunden ein neuralgischer Punkt. Am Vormittag hatte der Rückstau vor dem Karawankentunnel in Richtung Slowenien bereits eine Länge von knapp vier Kilometer erreicht, die Wartezeiten betrugen etwa eine Stunde.
Unfälle verschärften Situation
Unfälle auf den Transitrouten verschärften die Lage zusätzlich. Die Tauernautobahn musste auf Kärntner Seite zu Mittag nach einem Unglück vorübergehend gesperrt werden. Auf der Südautobahn krachte es zwischen Wernberg und Villach, eine Sperre in Richtung Villach war die Folge. Am frühen Nachmittag gab es schließlich einen Unfall im Karawankentunnel auf Kärntner Seite.
Auch Deutschland war Stauzone
In Deutschland kam es laut der deutschen Nachrichtenagentur dpa vor allem im Süden zu Staus auf den Durchzugsstrecken. Von den beiden Schweizer Haupttransitachsen wurden laut der Nachrichtenagentur AP durch den Gotthard- und den San-Bernardino-Tunnel Staus zwischen 15 und 20 Kilometern Länge gemeldet.
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