Sony plant Halbleiter-Montagewerk in China
- Anreiz: Niedrige Lohnkosten

Der japanische Elektronikkonzern Sony Corp. will wegen der zunehmenden Verlagerung von Elektronik-Produktionsstätten nach China einem Zeitungsbericht zufolge in diesem Land ein Halbleiter-Montagewerk bauen.
Die Zeitung "Nihon Keizai Shimbun" berichtete am Sonntag, die Investitionen dafür beliefen sich voraussichtlich auf rund zehn Milliarden Yen (rund 85 Millionen Euro).
Die Sony-Tochter in Peking werde das Werk voraussichtlich in Wuxi in der Provinz Jiangsu errichten, wo der Konzern bereits Notebook-Computer wie den "Vaio" herstellt. Es sei vorgesehen, halbfertigte Chips aus japanischen Sony-Werken nach Wuxi zu liefern, wo sie für Digital-Kameras und für die Spielekonsole "PlayStation 2" fertig montiert werden sollen.
Sony hatte zuvor die Montage von Chips nach Thailand verlegt, um Geld zu sparen. Das geplante Werk in China sei Teil neuer Anstrengungen zur Kostensenkung, berichtete die Zeitung. Eine Reihe japanischer Firmen - unter anderem Toshiba Corp. und Hitachi Ltd. - hat bereits Teile ihrer Produktion wegen der niedrigen Lohnkosten nach China verlegt.

