Freitag, 17. Mai 2002

Artesyn schließt Werk in Kindberg

  • 270 Mitarbeiter betroffen

Der US-Elektronikkonzern Artesyn (Boca Raton) sperrt sein Werk im steirischen Kindberg endgültig zu. Dies erklärte das Unternehmen am Donnerstag in einer Presseinformation. Betroffen sind davon rund 270 verbliebene Mitarbeiter. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Frauenarbeitsplätze. Mitte 2001 hatte der Konzern in Kindberg bereits 140 Mitarbeiter gekündigt. Nun wird die steirische Produktion von Artesyn Austria endgültig nach Ungarn und China ausgelagert. Die Übersiedlung soll bis März 2003 abgeschlossen sein.

Auslöser für die Auslagerung der Produktion in Billigproduktionsstandorte ist laut Unternehmen vor allem der anhaltende Rückgang am Telekommarkt. Die Telekomindustrie ist Hauptabnehmer des auf Elektronikteile und Schaltelemente spezialisierten Konzerns, der ursprünglich aus der ehemaligen "Schrack Power-Supply" hervorgegangen war. Neben der Telekomindustrie haben aber auch wesentliche Kunden im Computerbereich, darunter Cisco und Compaq, ihre Bestellungen gedrosselt.

Insgesamt baut Artesyn auf Grund der Marktturbulenzen gemäß der Presseinformation von Donnerstag nunmehr weltweit 7 Prozent seiner Belegschaft - konkret 380 Mitarbeiter - ab. Neben Kindberg betroffen sind ein Standort in Irland und zwei weitere in den US-Bundesstaaten Wisconsin und Minnesota. Der Artesy-Entwicklungsstandort in Wien soll erhalten bleiben.

Artesyn will durch die Restrukturierung jährlich rund 10 Mill. Dollar (11,07 Mill. Euro) einsparen.

17.5.2002 11:28