Krankenstand in Österreich sinkt auf 13,4 Tage
- 22,3% fehlten wegen Rücken oder Gelenksproblemen
- 17,6% konnten wegen Erkältungen nicht arbeiten gehen

Die Österreicher gehen seltener in Krankenstand: 2001 waren Arbeiter und Angestellte durchschnittlich 13,4 Tage im Krankenstand. Das sind um 0,7 Tage weniger als im Jahr 2000. Hauptursache: Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates. Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sind in den letzten zehn Jahren als Ursache für Krankenstände deutlich zurück gegangen. Stark gestiegen sind die psychiatrischen Krankheiten.
Die Zahl der Krankenstandstage je Beschäftigten war 1999 noch bei 14,4 gelegen. Im darauf folgenden Jahr ist sie auf 14,1 Tage und im Vorjahr auf 13,4 Tage gesunken. Gravierende Unterschiede sind in Vergleich der letzten 45 Jahre allerdings nicht festzustellen. Den höchsten Wert gab es 1957 mit durchschnittlich 17,6 Krankenstandstagen, den niedrigsten in den Jahren 1997 und 1998 mit je 13,2.
Hauptursache für Krankenstände sind Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates. Von den insgesamt 37,722.078 Krankenstandstagen im Vorjahr entfielen 8,409.243 oder 22,3 Prozent auf diese Kategorie. Mehr als 6,6 Millionen Krankenstandstage oder 17,6 Prozent wurden durch Erkältungen verursacht, knapp 4,5 Millionen Tage oder 11,9 Prozent durch Freizeitunfälle und knapp 3,4 Millionen Tage oder 9 Prozent durch Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten.
Im Vergleich der letzten zehn Jahre fällt auf, dass die durch Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten verursachten Krankenstandstage um 24,4 Prozent zurück gegangen sind. Bei Magen- und Darmkrankheiten wurde sogar ein Rückgang um 29 Prozent verzeichnet.
Einen markanten Anstieg gibt es hingegen bei den psychiatrischen Krankheiten. Aus diesem Grund wurden 1991 noch 85.111 Krankenstandstage registriert, 2001 aber schon 1,505.262 - ein Plus von 76,9 Prozent.

