Donnerstag, 16. Mai 2002

Neues Kennzeichnungssystem für Eier kommt

  • Ab Ende Mai auf Eierverpackung Handlungsformen vermerkt

Der Stammbaum für Eier kommt: Wenn auch vorerst freiwillig, werden Österreichs Konsumenten ab Ende Mai bereits mehrheitlich auf den im Lebensmittelhandel verkauften Eierpackungen ein Etikett vorfinden, auf dem die Haltungsform der Hühner - also Ökologisch, Freiland, Boden oder Käfig - vermerkt ist. Zudem liefert das neue Kennzeichnungssystem für Eier Angaben zum Haltbarkeitsdatum und zur Herkunft.

"Damit wird es für die Konsumenten mehr Information und volle Transparenz beim Eierkauf geben", betonte der Geschäftsführer der Agrarmarkt Austria Marketing GmbH, Stephan Mikinovic, am Donnerstag bei der Präsentation des neuen Eier-Kennzeichungssystems.

Von der EU werde erst ab 1. Jänner 2004 eine verpflichtende Kennzeichnung der Haltungsformen auf der Verpackung und am Ei eingeführt, auch für Importware.

Die Umsetzung der Einzelei-Kennzeichnung könnte binnen Jahresfrist umgesetzt sein, zumal die Verpackungsfirmen sich nun schrittweise die dafür nötigen Softprinter zulegen müssten, so Mikinovic. Derzeit gebe es 80 große Abpacker, rund 95 Prozent davon würden schon jetzt umstellen, hieß es. Auf dem Ei findet sich dann ein grüner Stempelabdruck.

Das AMA-Gütesiegel werde es künftig nur noch für Eier aus Boden- und aus Freilandhaltung geben. Für Eier aus Käfighaltung werde als Ersatz ein Herkunftssicherungssystem eingeführt, hinter dem jedoch ein Qualitätsprogramm stehe.

Seitens der Konsumentenschützer werde diese vorgezogene Eier-Kennzeichung begrüßt.

16.5.2002 14:53