Streik des italienischen Bahnpersonals
- Internationaler Zugverkehr bis Sonntag Abend betroffen

Im Streit zwischen der italienischen Regierung und den Gewerkschaften über eine Lockerung des Kündigungsrechts haben sich Samstag Abend die Fronten weiter verhärtet. Unmittelbar vor Beginn eines 24-stündigen Eisenbahnerstreiks um 21:00 Uhr kündigte ein Gewerkschaftsdachverband weitere Ausstände in nächster Zukunft an.
Ministerpräsident Silvio Berlusconi reagierte darauf mit den Worten, wegen eines Streiks werde die Regierung nicht ihre Meinung ändern.
Der Konflikt um den Kündigungsschutz hatte im vergangenen Monat zum ersten Generalstreik in Italien seit mehr als zwei Jahrzehnten geführt. Der Eisenbahnerstreik hat allerdings nichts direkt mit dieser Auseinandersetzung zu tun. Die Streikenden wollen Druck auf die Arbeitgeberseite bei Tarifverhandlungen ausüben. Vermutlich die Hälfte aller Zugverbindungen wird bis Sonntag Abend ausfallen.

