Freitag, 17. Mai 2002

Haider will Geldstrafe Kärntner Vereinen spenden

  • Geld soll nicht dem Bürokratie-Apparat der Bundesliga dienen
  • Bundesliga-Reaktion: "So war das nicht vereinbart"

Jörg Haider, Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Kärnten, will die vom Ethik-Komitee verhängte Geldstrafe nicht der Bundesliga, sondern 16 Kärntner Fußball-Vereinen zukommen lassen. Und zwar jenen mit der größten Anzahl von Nachwuchsmannschaften. Haider ist im Februar nach einem Rundumschlag gegen die Schiedsrichter ("Ganoven, die offenbar käuflich sind") zu einer Geldbuße von 14.834,57 Euro verurteilt worden.

"Unser Präsident ist der Meinung, dass diese Summe sinnvoller bei der Nachwuchsförderung angelegt ist und nicht dem Bürokratie-Apparat der Bundesliga dienen soll", hieß es in einer Pressemitteilung des Vereins. Vereine mit über zehn Mannschaften würden nach den Plänen Haiders je 1.500 Euro, Vereine mit neun und zehn Mannschaften 1.000 Euro und mit sieben und acht Mannschaften je 750 Euro erhalten.

Die Bundesliga hat mit Haiders Vorschlag nicht viel Freude. "Das ist so nicht vereinbart. Es ist nicht üblich, dass jemand, der eine Strafe bezahlen muss, bestimmt, an wen er die Strafe zahlt", erklärte Bundesliga-Pressesprecher Christian Kircher. Eine Entscheidung wird aber erst nach Pfingsten fallen, da Geschäftsführer Reinhard Nachbagauer derzeit im Ausland weilt.

17.5.2002 11:09