Sonntag, 19. Mai 2002

Rossi gewinnt erstmals Heimrennen in Mugello

  • Nach viertem Saisonsieg 43 Punkte Vorsprung in der WM

Valentino Rossi fährt in der Königsklasse der Motorrad-WM weiterhin die Konkurrenz in Grund und Boden. Der Italiener feierte beim Italien-GP in Mugello vor seinem Landsmann Max Biaggi (Yamaha) auf seiner Viertakt-Honda den vierten Saisonsieg im fünften Rennen zur MotoGP. Damit konnte Rossi erstmals seinen Heim-GP auch in der größten Klasse gewinnen. In der WM liegt Rossi nun schon 43 Punkte vor seinem Teamkollegen Tohru Ukawa, der Dritter wurde, in Front.

Im Jahr 2000 war Rossi als Leader in der letzten Runde ausgeschieden, vergangene Saison wurde ihm auf der nassen Strecke die letzte Kurve vor dem Ziel zum Verhängnis. Doch diesmal Mal hatte er das gesamte Rennen fest im Griff. Zwar ließ der Pole-Mann zwischendurch Biaggi passieren und hielt sich bis zur 13. von 23 Runden im Windschatten von Biaggis Yamaha, als er dann aber doch überholt hatte, gab Rossi die Führung nie mehr aus der Hand.

Strafzettel wegen Schnellfahrens
Nach dem Zieleinlauf wurde der Lokalmatador von den italienischen Fans stürmisch gefeiert. Schelmischer Höhepunkt war, als zwei Polizisten dem Sieger einen Strafzettel wegen Schnellfahrens überreichten.

Marco Melandri gewinnt 250er-Klasse
Bei den 250-ern gewann der Italiener Marco Melandri vor seinem Landsmann Roberto Locatelli und dem spanischen WM-Leader Fonsi Nieto. Die ersten sechs Plätze belegten ausschließlich Aprilia-Piloten. Manuel Poggiali feierte in der 125-ccm-Klasse seinen zweiten Saisonsieg und übernahm in der WM-Zwischenwertung die Führung mit einem Punkt Vorsprung auf den bisherigen Leader Arnaud Vincent, der in Mugello nur Neunter wurde.

19.5.2002 16:39