Tennis: Nicolas Lapentti gewinnt Finale in St. Pölten
- 7:5,6:4-Sieg über Fernando Vicente
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Nicolas Lapentti fährt mit einem Titel im Gepäck nach Paris zu den Tennis-French Open. Der Ecuadorianer gewann am Samstag vor mehr als 2.000 Zuschauern die neunte Auflage des mit 381.000 US-Dollar dotierten Turniers von St. Pölten durch einen 7:5,6:4-Finalsieg über den Spanier Fernando Vicente. Die österreichischen Tennisplätze bleiben damit ein gutes Pflaster für den 25-Jährigen, der bereits im vergangenen Jahr in Kitzbühel gewann. Für seinen insgesamt fünften Turniererfolg erhielt Lapentti 48.850 Dollar (53.023 Euro) und 35 Punkte für das ATP-Champions Race.
Der Südamerikaner erwischte vor den Augen des österreichischen Innenministers Ernst Strasser und des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll jedoch einen schlechten Start. Der Rechtshänder geriet gegen den Spanier schnell unter Druck und kassierte zwei Breaks. "Im ersten Satz war ich wirklich schlecht. Erst als ich besser serviert habe, bekam ich das Match mehr unter Kontrolle", analysierte Lapentti.
Vicente ließ drei Satzbälle aus
Vicente konnte bei einer 5:2-Satzführung den Sack nicht zu machen und vergab zudem drei Satzbälle. Er gab in der Folge drei Mal sein Aufschlagspiel ab und verlor damit den ersten Set noch mit 5:7. Die erfolgreiche Aufholjagd Lapenttis war der Knackpunkt, vor allem mit den druckvollen Schlägen des Südamerikaners auf seine schwache Rückhand hatte Vicente große Probleme.
Lapentti konnte immer wieder kontern
Der Spanier erholte sich zwar vom Satzverlust und nahm seinem Gegner beim Stand vom 3:3 im zweiten Satz das Service ab. Doch Lapentti, der im Viertelfinale den Österreicher Jürgen Melzer in drei Sätzen bezwungen hatte, konterte sofort und schaffte das Rebreak zum 4:4. Nachdem er seinen eigenen Aufschlag durchgebracht hatte, nahm der Ecuadorianer Vicente erneut das Service zum Gewinn des Matches ab und verwandelte nach 1:45 Stunden seinen zweiten Matchball. In der Head-to-Head-Statistik gegen den dreifachen Turniersieger aus Spanien liegt Lapentti nun 3:1 in Front.
Sieger entdeckt Liebe zu Österreich
Der Südamerikaner zeigte sich danach von seinem Turniersieg überrascht. "Ich habe nicht erwartet, hier zu gewinnen. Ich hatte bisher eine schlechte Saison auf Sand. Ich wollte einfach ein paar Spiele als Vorbereitung für die French Open machen", sagte ein sichtlich erschöpfter, aber strahlender Sieger. Angesichts seines zweiten Siegs in der Alpenrepublik fügte er noch ein leises "Ich liebe Österreich" hinzu. Aus den Händen von Pröll erhielt Lapentti danach den Siegerpokal.
Bilanz ausgeglichen
Nach dem Finale zog Turnierdirektor Hans Holzer eine ausgeglichene Bilanz: "Wir haben heuer knapp 24.000 Besucher gezählt. Dies ist ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Doch da war auch ein Österreicher im Finale, was heuer leider nicht der Fall war", erklärte Holzer. Für das zehnjährige Turnierjubiläum im kommenden Jahr hofft er wieder auf österreichische Spitzenleistungen.
