Rebellen verübten Anschlag auf SOS-Kinderdorf in Nepal
- Keine Kinder verletzt
- Teile der angrenzenden Schule niedergebrannt
Maoistische Rebellen haben in Nepal einen Anschlag auf ein SOS-Kinderdorf verübt. Die Rebellen hätten einen Sprengsatz in der westnepalesischen Einrichtung von Birendra Nagar verübt, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Sonntag mit. Die 46 Betten des Kinderdorfs und Teile der angrenzenden Hermann-Gmeiner-Schule seien niedergebrannt.
Keines der Kinder sei bei dem Anschlag verletzt worden. Der Leiter der Schule, Vijaya Jung Rana, sprach von einer "inhumanen, grausamen Tat", die den 474 Kindern schweren Schaden zugefügt habe. Das SOS-Kinderdorf wurde 1998 für die Versorgung von Not leidenden Jugendlichen aus dem verarmten Westen des Landes eröffnet.
Die Aufständischen kämpfen seit 1996 für die Abschaffung der Monarchie und die Schaffung eines kommunistischen Staates. Mehr als 4.000 Menschen wurden seither getötet. Seit dem Abbruch der Friedensverhandlungen und der Verhängung des Ausnahmezustandes im November hat sich die Lage weiter verschärft.
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