Möglicherweise Sabotage für Zugunglück verantwortlich
- Ermittlungen der britischen Behörden dauern an

Für das Zugunglück mit sieben Toten nördlich von London war nach britischen Medienberichten möglicherweise Sabotage verantwortlich. Die Zeitungen "Times" und "Daily Express" zitierten am Samstag einen leitenden Mitarbeiter des für die Wartung der Strecke zuständigen Unternehmens Jarvis mit der Aussage, dass jemand die Weiche vor dem Unglück vom 10. Mai sabotiert haben müsse. Nach einem Zwischenbericht der britischen Sicherheitsbehörde waren vier lose Bolzen an der Weiche die Ursache für das Entgleisen des Zuges.
"Jemand hat diese Bolzen herausgenommen", zitiert die "Times" Kevin Hyde. Die Wartungsarbeiten hätten dies aber nicht erforderlich gemacht. "Dies wurde von einer Person getan, die sich damit auskannte." Drei Veränderungen an der Weiche bei Potters Bar wiesen auf Manipulationen hin, erklärte das Unternehmen laut der Zeitung. Es gebe Hinweise, dass es bereits neun Tage vor dem Unfall einen Sabotageversuch gegeben habe.
Die Untersuchungen der Behörden konzentrieren sich bereits seit rund einer Woche auf die Frage, warum die Bolzen locker waren. Der Unfall im Bahnhof Potters Bar war das sechste schwere Eisenbahnunglück in Großbritannien seit 1997.
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