Türkischer Premier Ecevit in Krankenhaus eingeliefert
- Gebrochene Rippe - Ärzte: Kein Grund zu Besorgnis

Der türkische Ministerpräsident Bülent Ecevit ist am Freitag mit einer gebrochenen Rippe ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wie seine Ärzte mitteilten, muss der Politiker mindestens eine Woche lang stationär behandelt werden.
Die für kommende Woche geplante Reise nach Pakistan und Afghanistan wurde nach Angaben von Ecevits Sprecher verschoben. Auch eine für das Monatsende geplante Reise nach Syrien soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Es gebe keinen Grund zur Sorge über Ecevits Zustand, sagte der ärztliche Leiter des Baskent-Krankenhauses in Ankara, Mehmet Haberal.
Der türkische Ministerpräsident Bülent Ecevit muss demnächst unter strenger ärztlicher Aufsicht bleiben. Dies werde mindestens noch eine Woche so bleiben, teilten Ärtze des 76-Jährigen am Freitag mit. Ecevits Arzt Mehmet Haberal erklärte, Ecevit habe auch Gefäßbeschwerden im linken Bein. Unklar war, ob Ecevit im Krankenhaus oder zu Hause behandelt werden soll. Ecevit war am 4. Mai mit Magenbeschwerden in ein Krankenhaus eingeliefert worden und anschließend zur Erholung nach Hause geschickt worden.
In Folge der Nachricht über den Gesundheitszustand Ecevits sackte der türkische Aktienindex um fünf Prozent nach unten. Die Währung, die türkische Lira, gab gegenüber dem Dollar nach. Die Türkei befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise. Ecevit will sein Land mit der Unterstützung des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus der tiefen Rezession herausführen. Ungeachtet seiner angeschlagenen Gesundheit hat er mehrfach bekräftigt, bis zum Ende dieser Legislaturperiode 2004 im Amt bleiben zu wollen.
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