Kurioser Streit beendet: Schröders Haarfarbe ist echt
- Nachrichtenagentur will in die nächste Instanz
- Neuer Ärger für Schröder: "stern" zeigt den Kanzler nackt!

·Haare gefärbt?
Des Kanzlers skurriler Prozess
Jetzt ist es amtlich! Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sein Haar nicht gefärbt. Das entschied heute ein Gericht in Hamburg. Nachdem es keine Beweise dafür gibt, dass Schröders Haarfarbe nicht seine echte ist, darf die Nachrichtenagentur ddp diese Behauptung nicht mehr verbreiten. Wenigstens ein Sieg für den Kanzler. Der schon wieder neuen Ärger hat: Das Nachrichtenmagazin "stern" zeigt Schröder nackt auf dem Titelblatt (siehe Story rechts)!
ddp hatte eine Image-Beraterin mit der Aussage zitiert, ihrer Ansicht nach seien Schröders Haare gefärbt. Der 58-Jährige hat dies stets dementiert. Sein Anwalt verwies auf eine Studie, nach der etwa fünf Prozent der Bevölkerung auch im Alter ihre Haarfarbe behielten.
Juristisch geht es in dem Streit um die Abwägung Pressefreiheit contra Sorgfaltspflicht. Aus Sicht von Schröders Anwälten hätte ddp den Wahrheitsgehalt der Färbe-Behauptung überprüfen müssen.
Schröder habe sich zu der Klage entschlossen, weil seit der Kanzler-Kandidatur von CSU-Chef Edmund Stoiber Meldungen verbreitet würden, in denen die Haarfarbe des Kanzlers eine Rolle spiele.
Die Nachrichtenagentur ddp will nach dem Hamburger Urteil vom Freitag die nächst höhere Instanz anrufen. Zum Prozess-Auftakt im April hatte ihr Anwalt bereits angekündigt, man werde den Rechtsstreit notfalls bis zum obersten Gericht durchfechten.
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