Betrugsverdacht gegen ehemaligen bfi-Funktionär
- Mutmaßlich 490.000 Euro Schaden durch fingierte Software-Rechnungen

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, ist das Berufsförderungsinstitut Wien (bfi) in eine mutmaßlichen Betrugsaffäre verwickelt. Ein ehemaliger Funktionär soll den vornehmlich in der Erwachsenenbildung tätigen Verein mittels fingierter Rechnungen um bis zu 490.000 Euro geschädigt haben. Das im Einflussbereich von Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund stehende bfi Wien hat Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien erstattet.
Laut Geschäftsführer Herwig Stage habe der Mitarbeiter Rechnungen eines Salzburger Softwarehauses beglichen, ohne dass die Software auch geliefert worden sei.
Der Ex-Funktionär bestreitet gegenüber "profil" die Vorwürfe: "Davon weiß ich nichts, das ist mir neu." Nach Aussage des Software-Lieferanten, Heliodor Loidl, sei der Auftrag korrekt abgewickelt worden: "Die Software wurde nachweislich geliefert." Dennoch habe man sich zu einer Rückabwicklung des Geschäfts entschlossen. Loidl: "Sollte ein Schaden entstanden sein, stehen wir gerade."
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