Bush vor 11. September vor Flugzeugterror gewarnt
- FBI: Weißes Haus war von geplanten Entführungen informiert
- DURCHKLICKEN: Chronologie der Terroranschläge in den USA
Die Warnung vor den Terroranschlägen am 11.9. waren ziemlich präzise! Der Geheimdienst hat US-Präsident George W. Bush laut Weißem Haus bereits vor dem 11. September über mögliche Flugzeugentführungen durch Anhänger von US-Staatsfeind Nr. 1, Osama bin Laden, informiert. Bush und seine Berater hätten aber keine Hinweise darauf gehabt, dass Flugzeuge als Waffen eingesetzt würden. Das erklärte Präsidentensprecher Ari Fleischer am Mittwoch (Ortszeit).
Es habe seit langem Spekulationen über mögliche Entführungen gegeben, sagte Fleischer. Der Präsident sei darüber informiert worden. Es habe auch Drohungen gegeben, die mit Bin Laden in Verbindung gebracht wurden. Die Regierung habe daraufhin die zuständigen Behörden bereits im Sommer vergangenen Jahres in Kenntnis gesetzt. Möglicherweise hätten die Flugzeugentführer vom 11. September deshalb Teppichmesser und Plastikwaffen genutzt, um den schärferen Kontrollen zu entgehen, sagte Fleischer.
Die "New York Times" hatte zuvor berichtet, ein Agent der Bundespolizei FBI habe in den Wochen vor September 2001 darauf hingewiesen, dass Anhänger des Moslem-Extremisten Osama bin Laden sich in Flugschulen auf Anschläge vorbereiten könnten. Ein entsprechendes Memorandum an die FBI-Führung sei im Sommer 2001 von einem Agenten im Bundesstaat Arizona geschrieben und Ende Juli per E-Mail an die FBI-Zentrale geschickt worden, berichtete die Zeitung am Mittwoch. Das Blatt beruft sich in seinem Bericht auf Regierungs- und Polizeikreise.
Am 11. September steuerten dann in US-Flugschulen ausgebildete Männer aus islamischen Ländern drei entführte Passagiermaschinen in das World Trade Center von New York und das Verteidigungsministerium bei Washington. Eine vierte entführte Maschine stürzte auf freiem Feld ab. Die US-Regierung macht Bin Laden für die Anschläge verantwortlich, bei denen mehr als 3000 Menschen ums Leben kamen.
FBI-Direktor Robert S. Mueller, der diesen Posten zwei Wochen vor den Anschlägen antrat, sagte der "New York Times" zufolge, dem Memorandum sei damals nicht die nötige Aufmerksamkeit gewidmet worden. Das FBI habe nicht über ausreichende Analyse-Kapazitäten verfügt, um die Bedeutung des Memorandums zu erkennen. Als Konsequenz daraus sei im FBI eine neue Analyse-Gruppe, das Office of Intelligence, geschaffen worden, berichtete die Zeitung.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Kriminalität20:48
Acht Jahre lang Sklavin19-jährige Deutsche wurde jahrelang misshandelt. Mutmaßliche Täter verhaftet.
Raubvögel vergiftet11:09
Falken ausgerottetBregenz: Taubenzüchter vergiftet gesamte Population am Pfänderstock

