Überraschung in "Spital-Affäre": Primar gibt auf
- Keine Rückkehr ins Krankenhaus Gmunden

Überraschung in der so genannten Spitals-Affäre Gmunden: Trotz der Aufhebung der Suspendierung kehrt der Gynäkologie-Primar nicht mehr in das Krankenhaus zurück. Dies ließ er am Mittwochnachmittag von seinen Anwälten mitteilen. Noch vor wenigen Tagen hatte es geheißen, der Primar werde - unter bestimmten Auflagen - seine Funktion in Gmunden wieder einnehmen.
Dem Primar waren Behandlungsfehler bei Krebspatientinnen vorgeworfen worden, er selbst weist dies entschieden zurück. Im September vergangenen Jahres war der Primararzt vorläufig vom Dienst suspendiert worden. Nun wurde diese Suspendierung aber auf Grund entlastender Gutachten aufgehoben. Unabhängig davon sind die gerichtlichen Vorerhebungen noch im Gang.
Der Primar hätte jetzt das Recht gehabt, wieder am Krankenhaus Gmunden (Bild) zu arbeiten. In der Mitteilung seiner Anwälte vom Mittwoch sagte der Arzt, er sei glücklich über die Aufhebung seiner Suspendierung, weil dadurch untermauert werde, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe unberechtigt seien. Und weiters: "Nach reiflicher Überlegung und mit Rücksicht auf meine Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus, nicht zuletzt auch auf meine Familie, habe ich mich entschlossen, von einer Rückkehr in den Dienst Abstand zu nehmen".
Die Tätigkeit in seiner Privatordination werde er aber weiter fortsetzen "und ausbauen", schloss die Mitteilung.
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