Mittwoch, 15. Mai 2002

Belfast: Mindestens vier Verletzte bei Zusammenstößen

  • Queen zu Besuch in Nordirland

Bei Zusammenstößen zwischen der Polizei und Bewohnern der nordirischen Hauptstadt Belfast sind am Dienstagabend Berichten zufolge mindestens vier Menschen verletzt worden. Die Polizei teilte mit, sie sei nach Hausdurchsuchungen von einer Menschenmenge mit Flaschen, Steinen und Brandsätzen angegriffen worden.

Die Polizei habe mit Gummigeschossen mindestens vier Menschen verletzt, sagte ein Sprecher der Partei Sinn Fein, die der pro-irischen Untergrundgruppe IRA nahe steht. Die Polizei habe zehn Häuser von Katholiken durchsucht und sei dabei mit übertriebener Härte vorgegangen.

Der Zusammenstöße ereigneten sich an der Grenze zwischen einem katholischen und protestantischen Viertel im Osten der Stadt. Dort waren bei Ausschreitungen am Wochenende drei Polizisten verletzt worden.

Vier Jahre nach der Unterzeichnung des Friedensabkommen für Nordirland ist die Situation in der britischen Provinz immer noch angespannt. Das Friedensabkommen sollte den Jahrzehnte langen Bürgerkrieg zwischen pro-britischen Protestanten und pro-irischen Katholiken beenden.

Am Dienstag war Königin Elisabeth II. zu einem dreitägigen Besuch in Nordirland eingetroffen, um an den dortigen Feiern ihres 50. Thronjubiläums teilzunehmen.

15.5.2002 08:01