Schwerer Unfall auf A 22: Frau starb, 21 Verletzte!
- Reisebus rammte einen Klein-Lkw der Straßenmeisterei
- Rund 20 Pensionisten wollten Ausflug nach Hollabrunn machen
Ein Todesopfer und 21 zum Teil Schwerverletzte hat ein Busunfall am Dienstag auf der Donauuferautobahn (A 22) im Bezirk Korneuburg gefordert. Der mit Pensionisten aus Wien-Liesing besetzte Reisebus war - mit Fahrziel Gmünd - in Richtung Hollabrunn unterwegs, als er kurz nach der Abfahrt Stockerau-Mitte auf einen Klein-Lkw des Straßendienstes aufgefahren sein dürfte.
Der genaue Unfallhergang war zunächst nicht bekannt. In die folgenschwere Karambolage war laut NÖ Sicherheitsdirektion ein weiterer Pkw verwickelt, der sich zum Zeitpunkt der Unfallaufnahme zwischen dem Autobus und der Mittelleitschiene befand. Bei den Opfern handelt es sich um die Busreisenden, eine Frau starb noch an der Unglücksstelle. Verletzt wurde auch der Lenker des Straßendienstfahrzeugs.
Die Straßenmeisterei hatte mit dem Unimog Mäharbeiten durchgeführt, so die Autobahngendarmerie. Laut ORF-NÖ online gab der verletzte Busfahrer an, der Klein-Lkw sei an einer engen Stelle gestanden und habe die erste Fahrspur teilweise blockiert. Der Lenker des Unimog wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste ebenso wie drei Buspassagiere von der Feuerwehr herausgeschnitten werden.
Über 30 Sanitäter waren im Einsatz
Um 8.28 Uhr ging die Notrufmeldung beim Roten Kreuz in der Bezirkstelle Ernstbrunn-Korneuburg-Stockerau ein. Zur Versorgung der Patienten wurden drei Christophorus-Hubschrauber des ÖAMTC, vier Notarztwägen (zwei aus Korneuburg, einer aus Tulln, einer aus Hollabrunn) sowie weitere sechs Rettungs- und Krankentransportwagen angefordert.
Insgesamt waren über 30 Sanitäter des Roten Kreuzes im Einsatz. Am Unfallort wurde eine Sanitätshilfsstation aufgebaut. Die vier Schwerstverletzten wurden nach Wien (Lorenz-Böhler-Krankenhaus, SMZ Ost), Krems und Hollabrunn gebracht, die 17 mittelgradig bis leicht Verletzten in die Krankenhäuser der Umgebung eingeliefert. Der letzte Abtransport erfolgte um 10.03 Uhr.
Erschwert wurden die Rettungsarbeiten durch zwei Sekundärnotfälle: Ein Patient erlitt in Folge des Unfalls einen Herzinfarkt, ein anderer einen Schlaganfall. Das Rote Kreuz hat unmittelbar nach dem Unfall unter 02262/777 eine Hotline für Angehörige eingerichtet.
Die A 22 wurde für die Dauer der Bergungsarbeiten gesperrt. Der Verkehr wurde laut ÖAMTC zwischen den Anschlüssen Stockerau Ost und Nord durch das Stadtgebiet umgeleitet, Stauungen waren die Folge. Die Aufräumarbeiten wurden nach Mittag abgeschlossen.
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